München / Oberstdorf
«Tückische Lage»

Die Schneefälle in den vergangenen Tagen haben zusammen mit dem teils stürmischen Wind zu einer verschärften Lawinengefahr geführt. Laut Bayerischem Lawinenwarndienst bestand gestern in den Hochlagen der Allgäuer Alpen oberhalb von etwa 1600 Metern eine erhebliche Gefahr (Stufe drei auf der fünfteiligen europäischen Skala).

Die Situation werde übers Wochenende angespannt bleiben, zumal heute noch mit weiteren Schneefällen zu rechnen ist. Skitouren und Tiefschnee-Fahrten abseits gesicherter Pisten erfordern laut Lawinenwarndienst große Vorsicht und lawinenkundliches Beurteilungsvermögen.

Trotz der jüngsten Niederschläge liege in den bayerischen Alpen immer noch vielerorts relativ wenig Schnee für diese Jahreszeit, sagt Dr. Bernhard Zenke, Chef des bayerischen Lawinenwarndienstes. So wurden an den Schneemess-Feldern des Warndienstes gestern am Hochgrat 82 Zentimeter, am Nebelhorn 162 Zentimeter und am Tegelberg 64 Zentimeter gemessen.

Die unterdurchschnittliche Schneelage solle nicht dazu verleiten, in triebschneebeladene Rinnen und Mulden zu fahren, warnt Lawinen-Experte Zenke.

Der vergangene Januar war auch im Allgäu kälter als im langjährigen Mittel und relativ niederschlagsarm. Oberstdorf war im ersten Monat des Jahres die Sonnenschein-reichste Station des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Dort schien die Sonne im Januar 87 Stunden lang. Zum Vergleich: Der bayernweite Schnitt lag bei 38 Stunden, im Oberfränkischen Kronach schien die Sonne gerade einmal 15 Stunden.

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