Südtiroler auf Siegeskurs

Von unserem Redaktionsmitglied Jürgen Swarofsky, Missen - Sie kommen aus den Bergen und kommen deshalb wohl auch im Allgäu so gut zu recht: Die Rede ist von den Teilnehmern aus Südtirol bei den Gleichmäßigkeitsprüfungen für Oldtimer. Ob am Jochpass in Hindelang oder beim Oldtimer-Festival in Missen geben sie seit Jahren den Ton an. So gewann diesmal den Wettbewerb in Missen, den der MC Oberallgäu im ADAC zum zweiten Mal auf der Bergstrecke von Missen nach Wiederhofen im Gedenken an den früheren Rennleiter Johann Abt aus Kempten abwickelte, mit Georg Prugger auf einem Alfa Romeo 6c GT ein Fahrer aus Brixen mit Toni Keßler aus Oberstaufen. Damit nicht genug: Mit Fuzzy Kofler aus Auer kam ein Landsmann von Prugger auf einem Porsche 356 A auf den dritten Platz. Den zweiten Platz belegten Sebastian und Daniela Schiller aus Hofstetten auf einem Citroen DS 21 Pallas. Bester Allgäuer war Oliver Schmid aus Sonthofen mit seinem Co-Piloten Frank Kirsten aus Burgberg als Fünfter auf einem BMW E 21. Apropos Kirsten: Dieser hatte mit seinem Bruder Jan - beide hatten im Vorjahr den Wettbewerb in Missen gewonnen - für Aufregung gesorgt, noch ehe das Rennen begonnen hatte. Als ihm beim Vorstart zum ersten Trainingslauf das Gasgestänge (so Rennleiter Hermann Ludescher) gebrochen war, hatte er einen Helfer niedergefahren, der mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden musste.

Laut Ludescher erlitt er 'nur' eine Gehirnerschütterung und Prellungen. 'Das war natürlich schon ein Schock für uns, doch ansonsten ist die Veranstaltung reibungslos abgelaufen', bilanzierte der Rennleiter. Keinen guten Draht schien er heuer zu Petrus gehabt zu haben: Im Gegensatz zur Premiere im vergangenen Jahr, als 'Kaiserwetter' in Missen herrschte, lugte zwar ab und zu auch diesmal die Sonne aus den Wolken hervor, doch es regnete auch wiederholt. Den Organisatoren mit ihren zahlreichen Helfern - sie lud der Landtagsabgeordnete Josef Zengerle aus Hinang als Schirmherr in Anerkennung für Oktober in den Landtag nach München ein - und auch den Teilnehmern sowie den etwa 2500 Zuschauern vermochte das Wetter die Stimmung nicht zu verderben. Älteste Fahrzeuge waren die Lagonda Rapier von Karl Schober aus Altusried und Fredy Amweg aus der Schweiz, die beide Baujahr 1934 waren. Begehrtestes Objekt war der Ford Zakspeed Turbo Capri aus dem Jahre 1978 des deutschen und internationalen 'Bergkönigs' Herbert Stenger aus Sommerkahl bei Aschaffenburg mit seinen 1750 ccm und etwa 500 PS. Georg Prugger bezeichnete die 2,1 Kilometer Strecke mit ihren 8,4 Prozent Steigung und den 23 Kurven 'für technisch schwierig und sehr anspruchsvoll'. Der Sieger aus Südtirol bewältigte die drei Durchgänge mit einer Abweichung von nur 28 Hundertstelsekunden gegenüber seiner selbst vorgegebenen Richtzeit. Dabei war der 60-jährige Jurist und Ingenieur erstmals mit dem Alfa Romeo unterwegs, den er im vergangenen Oktober erworben hat. 'Ich bin zwar nicht zum Siegen gekommen, doch ich freue mich natürlich'.

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