Astronomie
Sternschnuppennacht im Allgäu am 12. August

Ein kurzer Moment voller Glückseligkeit und Hoffnung. Ein Zauber unserer Natur, der nur für einen sehr kleinen Augenblick anhält: das Erhaschen einer Sternschnuppe am Himmel. Es gibt doch nichts Schöneres, als bei einer lauen Sommernacht im Gras zu liegen, in den sternenklaren Himmel zu blicken und eine Sternschnuppe nach der anderen zu sehen.

In der Nacht vom 12. auf den 13. August  wird genau das wieder möglich: Die Erde kreuzt die Spur eines Kometen, es kommt zu einem Sternschnuppenstrom. 

"Kometen sind 'schmutzige Schneebälle'", erklärt Robert Blasius von der Sternenwarte Ottobeuren. Sie bestehen aus Eis, lockerem Gestein und Sand. "Bei ihrem Weg durch das Sonnensystem verlieren sie die Teilchen, aus denen sie bestehen. Durch diese Auflösungserscheinungen legt sich hinter den Kometen eine Spur aus diesem Staub und Eis." 

Die Staubteilchen dringen in unsere Erdatmosphäre ein und verglühen - und wir sehen das Staubteilchen als Sternschnuppe am Himmel.

Mehrmals im Jahr können wir besonders viele Sternschnuppen am Himmel sehen. Im November und Dezember aber auch schon im Frühjahr von Mitte April bis Mitte Mai kreuzt die Erde die Bahnen von Kometen und ermöglicht uns so das romantische Himmelsphänomen. Am bekanntesten ist aber der Sternschnuppenstrom im August, die so genannten Perseiden, die um den 12. August ihren Höhepunkt erreichen.

Bis zu 120 Sternschnuppen sollen dann pro Minute über das Allgäu fliegen. Da sind allerdings die kleinen, unsichtbaren auch mit eingerechnet. Wir bekommen also vermutlich eher nur eine alle drei Minuten zu sehen.

"Die Zeit ist dieses Mal recht gut", so Blasius. Durch den Neumond gibt es kein störendes Mondlicht. Um möglichst viele zu sehen, sollte man aber gut ausgeschlafen sein: "Bedingt durch die Erdrotation sieht man die meisten Sternschnuppen in der zweiten Nachthälfte, also zwischen zwei und vier Uhr früh. Aber natürlich kann man auch vorher schon einige Sternschnuppen sehen."

Am besten schnappt man sich also einen Liegestuhl und legt sich in Richtung des "Himmels-W", des Sternbildes Perseus im Nord-Osten. Hier liegt ihr Ursprungsort am Himmel - daher auch der Name "Perseiden".

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