Pianotainment
Stephan Weh und Marcel Dorn sitzen seit 15 Jahren beim Klavierspielen nebeneinander

Im Duo die Herzen des Publikums erobern: Diese Variante künstlerischen Erfolgs hat im Allgäu Hochkonjunktur. Volker Klüpfel und Michael Kobr verkaufen ihre gemeinsam geschriebenen Krimis längst millionenfach; die «Traumfraun» Claudia Lau und Elke Hermann füllen die Kabarett-Säle als Hanni und Celestine, und selbst Komödiant Maxi Schafroth will nicht alleine die Leute zum Lachen bringen, sondern hat stets Gitarrist Markus Schalk im Schlepptau.

Stephan Weh und Marcel Dorn sitzen schon 15 Jahre Saite an Saite. Nein, das ist soeben kein Schreibfehler gewesen, sondern so gemeint: Die beiden Familienväter teilen sich zusammen einen Flügel, den ja zahlreiche Saiten zum Klingen bringen. Als das Klavier-Duo «Pianotainment» sind der Memminger (Weh) und der Kemptener (Dorn) weltweit unterwegs, und nach einer großen Tour zuletzt als Musiker auf der «MS Europa» sind sie wieder zu Hause im Allgäu und feiern ihren 15. Geburtstag am Samstag, 19. März (20 Uhr), mit einem Jubiläumskonzert in der Big Box in Kempten.

Die beiden Pianisten sitzen bei der Arbeit nicht nur dicht nebeneinander, sie kommen sich auch gelegentlich mit den Fingern in die Quere. Ob da mit der Zeit bei so viel Nähe nicht auch mal die Fetzen fliegen?

Keine Abnutzungserscheinungen

«Nein», versichert Marcel Dorn, «ganz im Gegenteil: Wir ergänzen uns prima und wissen, was wir musikalisch aneinander haben.» Auch nach 15 Jahren. Die Zusammenarbeit klappt noch prima: Jeder bringe sich mit eigenen Ideen in ein neues Programm mit ein, erklärt Dorn. «Dann wird dieser Vorschlag ausgebaut und verfeinert, wobei immer der Ideengeber das letzte Wort haben darf.»

Im Auge hat das Allgäuer Duo immer das Zusammenspiel von Musik und Entertainment. Gespielt wird am Jubiläumsabend in der Big Box auf einem durchsichtigen Flügel aus Acrylglas (eigens angefertigt von einem Gönner in Dubai), der Mittelpunkt sein soll einer, na ja, nennen wir es eine musikalisch-visuelle Klaviershow mit humoristischen Momenten. Pianotainment eben.

Mit diesem Programm sind die Allgäuer auf der ganzen Welt unterwegs: Australien, Amerika, Asien. «Wir haben einiges gesehen und erlebt», sagt Dorn, und in diesen Tagen der Horrormeldungen aus Japan tauchen auch wieder diese Bilder vor seinem Auge auf: Vor zwei Jahren war Pianotainment in China unterwegs, als plötzlich die Erde bebte. «Viele Konzerte mussten abgesagt werden», erinnert sich Dorn. Und: «Wir sind mit Todesangst im Hotel gesessen. In solchen Momenten ist es toll, nicht als Solist unterwegs zu sein, sondern als Duo.»

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