Allgäu
Sprit: In Österreich nur einmal täglich Preissteigerung

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Wer derzeit beispielsweise einen Skitag im angrenzenden Österreich einlegt, kann das Angenehme gleich mit dem Nützlichen verbinden: An den Tankstellen im Nachbarland ist der Sprit pro Liter um rund 20 Cent günstiger als im Allgäu. Bei Diesel beträgt der Unterschied etwa zehn Cent. Gestern kostete an Tankstellen in der Region der Liter Normal- oder Superbenzin zwischen 1,35 Euro und 1,39 Euro, der Dieselpreis lag zwischen 1,13 und 1,18 Euro. Der ADAC kritisierte die derzeitigen Kraftstoffpreise als «spürbar zu hoch». Denn während der Preis für Rohöl sank, stiegen am Dienstag an den deutschen Tankstellen die Preise.

An den Zapfsäulen in Reutte (Tirol) oder Bregenz (Vorarlberg) zahlen Kunden derzeit rund 1,15 Euro für den Liter Normal- oder Superbenzin. Dennoch empfiehlt der ADAC Tankausflüge ins benachbarte Ausland nur mit Fahrten zu verbinden, die sowieso geplant sind. «Tanktourismus lohnt sich nicht immer», sagte ein Sprecher des Automobilclubs. Viele Autofahrer unterschätzten nämlich die Betriebskosten, die für die Hin- und Rückfahrt ins Nachbarland anfallen. Bei einem Anfahrtsweg von mehr als 15 bis 20 Kilometern sei in der Regel nichts gespart.

Eines ist für Tank-Kunden in Österreich jedoch Tag für Tag sicher: Es gibt kein Preis-»Auf und Ab» mehr. Seit 1. Juli 2009 gilt nämlich in Österreich eine neue Spritpreisverordnung. Preise für Kraftstoff dürfen nur noch einmal am Tag beziehungsweise innerhalb von 24 Stunden erhöht werden.

Die neue Regelung sieht laut ÖAMTC vor allem vor, dass die Preise beim Öffnen der Tankstellen am Morgen festgesetzt werden müssen. Bei Tankstellen mit 24-Stunden-Betrieb gilt Mitternacht. Hält sich ein Tankstellenunternehmer nicht an die Verordnung, muss er mehr als 2000 Euro Strafe zahlen. Nach unten dürfen die Preise aber beliebig oft korrigiert werden. Die Regelung soll die Preise für Kunden leichter vergleichbar machen.

In Deutschland ist es Tankstellenunternehmern hingegen erlaubt, den Preis mehrmals am Tag zu ändern - und auch zu erhöhen. «Das hängt immer vom regionalen Wettbewerb vor Ort ab», sagte der Sprecher des Branchenführers Aral AG, Detlef Brandenburg. So könne etwa der Allgäuer Tankstelleninhaber täglich die Preise seiner örtlichen Konkurrenz beobachten.

Bemerkt er eine Veränderung nach oben oder unten und will den eigenen Preis anpassen, meldet er dies an die Aral-Zentrale nach Bochum. Von dort aus wird der Preis dann geändert. Laut Brandenburg wird an den rund 2500 Tankstellen des Unternehmens im Schnitt einmal pro Tag der Preis geändert.

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