Allgäu
So verhält man sich richtig

An einem sonnigen Wintertag gibt es für Skifahrer und Snowboarder wohl nichts Schöneres, als sich die Bretter unter die Füße zu schnallen und die Pisten hinunter zu sausen. Immer wieder passieren dabei allerdings schlimme Unfälle. Damit die Fahrt nicht mit einem gebrochenen Bein im Krankenhaus endet, hat Andreas König, Sicherheitsexperte beim deutschen Skiverband, einige Tipps:

Vor dem Start: - «Skifahren ist ein Ganzjahres-Sport», sagt König. Das heißt: Wer sich im Winter auf die Pisten wagen will, sollte sich auch das Jahr über bewegen und körperlich betätigen. «Eine gewisse Grundkondition ist wichtig. Gerade in der Höhe ermüdet man sonst schnell», so der Experte. Doch nicht nur der Sportler selbst muss fit sein - auch seine Ausrüstung. «Ein Material-Check vor jeder Saison ist Pflicht», sagt König. Die Bindung der Ski müssen gerade bei Kindern jede Saison neu eingestellt werden, da diese noch wachsen. Aber auch bei Erwachsenen empfiehlt König diese Maßnahme: «Die Bindung kann rosten oder der Skifahrer sein Gewicht oder Können verändern.»

Auf der Piste: «Bevor ich losfahre, sollte ich einen Blick auf die Pistenpläne werfen und am besten auch einen einstecken», rät der Experte. «Diese Pläne sind kein Werbe-Gag der Liftbetreiber, sondern helfen bei der Orientierung.» Und noch ein Tipp für den Notfall: «Die Nummer der Bergwacht ins Handy einspeichern.»

Langsam anfangen: Wer das erste Mal seit Langem wieder auf Ski steht, sollte sich erst einmal warm fahren, so der Tipp vom Experten. «Man kann sich auch am ersten Tag, für ein paar Stunden einen Skilehrer nehmen.»

Ich und die anderen: Im Skigebiet ist man selten allein. Darum gilt vor allem eines: Rücksicht nehmen. «Wie man sich auf der Piste verhalten soll, steht detailliert in den FIS-Regeln, doch man kann es mit einem Wort zusammenfassen: Rücksicht.»

Abseits der Piste: Ist die Sicht schlecht, kann es schnell mal passieren, dass man von der Piste abkommt. Dann gilt: «Den eigenen Spuren folgen, sie führen zurück auf die Piste.»

Wer bewusst im Gelände fährt, muss erfahren sein und die richtige Ausrüstung haben. «Außerdem muss man dann immer die Lawinenwarnstufe im Blick haben», sagt König. Ab Stufe drei (von fünf) habe man abseits der Piste nichts mehr verloren, so der Experte.

Rechtzeitig aufhören: «Es ist kein Zufall, dass viele Unfälle am Nachmittag passieren», sagt König. Der Wintersportler sei erschöpft, die Pisten nicht mehr so gut. Darum rät der Experte: «Besser aufhören, wenn man merkt, dass die Kraft nachlässt.»

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