• 11. Februar 2014, 00:00 Uhr
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Bergsteigen
Skibergsteigen umweltfreundlich: Eine Lösung für die Kuhgehrenspitze im Kleinwalsertal

(Foto: Stefan Heiligensetzer)

Sie war gar nicht auf der ursprünglichen Liste und ist nun doch Teil des Projektes Skibergsteigen umweltfreundlich im Oberallgäu-Kleinwalstertal, die Kuhgehrenspitze. Sie ist aber ein durchaus beliebtes Ziel für Skitourengänger und neuerdings auch vermehrt für Schneeschuhgeher. Und beide Gruppen werden bekanntlich immer größer.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass vermehrt Probleme und Beschwerden auftraten und die Konflikte mit dem Naturschutz zunahmen. Start der beliebten Tour war bislang für die meisten Bergsportler in Nebenwasser bei Hirschegg (Kleinwalsertal). Dort ist jedoch zum einen die Parkplatzsituation mehr als beengt und zum anderen marschiert man mehr oder weniger durch die Vorgärten der Anwohner, was diese verständlicherweise als störend empfinden.

Zudem wurde der oberhalb von Nebenwasser liegende Schutzwald durch Skifahrer immer wieder geschädigt und in seinem Wachstum behindert. Er soll aber als Lawinenschutzwald aufgebaut und somit nicht befahren werden.

Eine Lösung musste also her, da waren sich Grundstückbesitzer, Jäger, Gemeinde und Vertreter des österreichischen Alpenvereins (OeAV) Ende des vergangenen Winters einig. Da der Deutsche Alpenverein (DAV) die Karten für das Gebiet veröffentlicht, wurde er einbezogen. Die Erfahrungen aus dem Projekt Skibergsteigen umweltfreundlich waren da zudem hilfreich.

Kompromissbereitschaft aller Seiten erleichterte die Lösung und somit konnte schon im Herbst mit der Umsetzung begonnen werden. Die Grundstücksbesitzer sägten Schneisen für die Lenkung frei, Vertreter des OeAV und DAV stellten Schilder auf und die Autoren der aktuellen Führerliteratur berücksichtigten die neue Routenführung in ihren Beschreibungen. In der Karte des DAV ist sie ebenfalls eingezeichnet.

Waldschutzgebiet wird gemieden

Vor gut einer Woche wurde die Lösung dann vorgestellt - auf einer kleinen Skitour zur Kuhgehrenspitze, was sich von selbst versteht. Das letzte Schild wurde dabei montiert und einvernehmlich war man sich einig, dass die Lösung eine gute ist und hoffentlich hohe Akzeptanz findet. Start der Tour ist nun am Wildentallift in Höfle und der Aufstieg führt über den Sommerweg zur Äußeren Kuhgehrenalpe und von dort auf den Kuhgehrensattel und Gipfel.

Das Waldschutzgebiet wird gemieden und ist klar gekennzeichnet. Für die Abfahrt stehen je nach Schneelage zwei Varianten zur Verfügung: Wieder entlang des Sommerwegs oder durch das Tobel unterhalb der Brandalpe zum Wildentallift. Mit dieser Lösung ist allen Beteiligten gedient und die Verantwortlichen hoffen, dass bei viel Schnee die Skifahrer der Verlockung widerstehen, den frischen Powder im Schutzwald oberhalb von Nebenwasser zu entjungfern. Denn bei gutem Pulver gibt es andere Möglichkeiten genug.

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