Sektdusche nach Lackaustausch

Lausitzring/Kempten (sch). - Mattias Ekström hat auf dem Eurospeedway in der Lausitz für Abt Sportsline die Führung im Deutschen Tourenwagen-Masters (DTM) erkämpft. 74 000 Zuschauer erlebten ein Tourenwagen-Rennen der Extraklasse, in dem sich der Schwede einen packenden Schlagabtausch mit der Konkurrenz lieferte. Damit reisen Ekström, der in der Lausitz wie berichtet nachträglich zum Sieger erklärt wurde, und sein Team Abt Sportsline als Tabellenführer der DTM zum Saisonhöhepunkt an den Norisring in Nürnberg.

Mutige Aktion in erster Kurve Schon in der ersten Kurve nach dem Start ging Ekström mit dem Audi A4 DTM des Audi Sport Team Abt Sportsline mit einer mutigen Aktion außen am bisherigen Tabellenführer, dem Mercedes-Piloten Christijan Albers vorbei. In der Schlussphase attackierte der Niederländer vehement, doch der Abt Pilot verteidigte seine Position mit einem riesigen Kämpferherz erfolgreich und übernahm damit die Tabellenspitze. Nachdem Ekström und Albers als Zweite und Dritte über die Ziellinie gefahren waren, rückten sie nachträglich je einen Platz auf, weil der ursprüngliche Sieger Gary Paffett aus der Wertung genommen wurde. Der Mercedes-Pilot war in der Auslaufrunde ohne Benzin liegen geblieben und hatte damit gegen das Reglement verstoßen. Mercedes-Benz hat gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt, die am 23. Juni verhandelt werden soll. 'Als ich Albers und Bernd Schneider im Rückspiegel sah, wusste ich, dass ich um meinen zweiten Platz würde kämpfen müssen. Die Duelle mit Albers waren hart, aber fair - wir haben jede Menge blauen und silbernen Lack ausgetauscht', beschreibt Ekström die letzten Runden auf dem Eurospeedway. 'Ich freue mich über den Sieg. Aber ich muss fairer Weise sagen, dass auf der Strecke heute Gary Paffett gewonnen hat. Aber sein Team hat offenbar einen Fehler gemacht.' Ein starkes Rennen, das aber am Ende doch nicht mit Punkten belohnt wurde, fuhr der Kemptener Christian Abt. Er belegte im Ziel als zweitbester Abt Pilot den neunten Rang. 'Mein Auto war sehr gut, vor allem in den Kurven.' Auf den Geraden, bemängelte Abt, habe etwas die Geschwindigkeit gefehlt, 'daran müssen wir arbeiten'. In die Punkteränge vorzufahren, sei durchaus möglich gewesen. Doch beim ersten Boxenstopp würgte Abt den Motor ab. 'Das tut mir Leid für mein Team, denn der Boxenstopp war richtig schnell.' Trotzdem ist Christian Abt nicht unzufrieden. Schließlich kommt jetzt der Norisring, seine Lieblingsstrecke. Für Teamchef Hans-Jürgen Abt geht mit dem Resultat ein kleiner Traum in Erfüllung. Als bayerisches Team ist es für uns natürlich eine Wahnsinns-Sache, als Tabellenführer an den Norisring zu kommen', sagt er.

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