Salmonellen: Jetzt 34 Fälle

Immenstadt/Sonthofen/Oberstdorf (mun). - Die Zahl der nachgewiesenen Salmonellen-Erkrankungen im südlichen Oberallgäu hat sich von 32 auf 34 Fälle erhöht. Ein geringer Anstieg war schon zuvor erwartet worden, weil noch nicht alle Proben ausgewertet wurden. Von den infizierten Personen waren vier gestorben. Dabei handelte es sich um alte Menschen, die aus Altenheimen ins Krankenhaus eingeliefert worden waren. Bei den neu Infizierten soll es sich um einen Patienten und einen Klinik-Angestellten im Küchenbereich handeln. Bei drei von der Staatsanwaltschaft ebenfalls in diesem Zusammenhang überprüften Todesfällen war kein Zusammenhang mit einer Salmonellen-Infektion festgestellt worden. Weiter unklar ist, wo die Infektionsquelle für die Häufung von Erkrankungen in Altenheimen und Krankenhäusern des südlichen Oberallgäus liegt. Probenahmen von Speisen in den Küchen hatten keine Befunde ergeben. Auch ist nach Angaben von Gesundheitsamts-Leiterin Dr. Irmgard Harms unklar, ob es sich um eine oder möglicherweise auch mehrere Ursachen handelt und ob überhaupt ein Zusammenhang zwischen allen bekannt gewordenen Fällen besteht. Dies kann erst mit Sicherheit gesagt werden, wenn die genauen Stämme der verschiedenen Salmonellen-Erkrankungen bestimmt sind. Ein Ergebnis der Untersuchungen ist frühestens in der nächsten Woche zu erwarten. Laut Gottfried Mayrock vom Oberallgäuer Landratsamt könnte es allerdings auch sein, dass die genaue Ursache für das gehäufte Auftreten von Salmonellen-Infektionen nie geklärt werden kann.

Panische Anrufe Nach Bekanntwerden der Salmonellen-Infektionen im Oberallgäu hatten verschiedene Stellen in den vergangenen Tagen eine Vielzahl von Anfragen zu beantworten. Teilweise hätten die Leute in Frage gestellt, ob man überhaupt noch ins Oberallgäu fahren könne. Besorgte Anrufe aus ganz Deutschland gingen auch in verschiedenen Altenheimen und Krankenhäusern ein, nachdem bundesweit über die Salmonellen-Infektion im südlichen Oberallgäu berichtet worden war. Derartige Erkrankungswellen kommen nach Angaben von Medizinern aber bundesweit immer wieder vor - vor allem in der warmen Jahreszeit. Von 'relativ panischen Anrufen' berichtete auch Ulrich Gräf, Sprecher der 'Arbeitsgemeinschaft Pflege im Allgäu'. Er betonte, dass die Einrichtungen des Zusammenschlusses nicht von der Problematik betroffen seien: So die Altenheime der Distriktspitalstiftung Sonthofen, die Gräfliche Stiftung und Arbeiterwohlfahrt in Immenstadt, das Seniorenzentrum Durch, das betreute Wohnen in Wiggensbach, das Altenheim Altusried und die Stiftung Seniorenheim St. Vinzenz im Oberallgäuer Weitnau.

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