Riesenkomplimente für Sieg vor Rekordkulisse

Von Benjamin Schäling | Mauerstetten Er kam, sah und siegte: Volleyball-Trainer Udo Jeschke (54) wandelt auf den Spuren von Julius Caesars Spuren. In der vergangenen Woche übernahm er die abstiegsbedrohten Zweitliga-Frauen des SV Mauerstetten - am Samstag feierte er mit seinem neuen Team einen souveränen 3:1-Sieg (25:19, 10:25, 25:14, 25:18) über den Tabellenbachbarn USC Freiburg. Am Ende schallten 'Udo, Udo'-Sprechchöre durch die mit einer Rekordkulisse von 620 Zuschauern vollbesetzte Neugablonzer Sporthalle.

Mauerstetten hatte im ersten Satz couragiert begonnen. Im zweiten Satz allerdings machten sich einige Abstimmungsschwierigkeiten beim SVM bemerkbar, der mit nur einer Zuspielerin, der jungen Lucia Kaiser (15), ins Match gehen musste. Obwohl Jeschke seine Mannschaft zu Beginn des Durchgangs in einer Auszeit aufzuwecken versuchte, gelang nichts. 'Im ersten Satz war es einfach zu leicht und die Mannschaft hat dann etwas nachgelassen', analysierte Jeschke. Davon war ab Beginn des dritten Satzes jedoch keine Spur mehr. Mauerstetten nahm das Heft wieder in die Hand, spielte konzentriert und genau - und verbuchte den Durchgang für sich. Im vierten Satz bot sich ein ähnliches Bild.

Starker Block

Vor allem im Block steigerte sich der SVM von Minute zu Minute. Logische Folge war ein überlegen geführter Satz, in dem der USC Freiburg kaum echte Chancen hatte, und damit der 3:1-Erfolg. Jeschke sprach nach der Partie ein 'Riesenkompliment' an sein Team aus, das sich 'super an die Taktik gehalten' habe. Obgleich der erfahrene Trainer und seine Mannschaft nicht viel Zeit hatten, sich aneinander zu gewöhnen, klappte die Kommunikation zwischen Coach und Mannschaft bereits gut: 'Udo hat uns auch während des Spiels viel geholfen', meinte Außenangreiferin Martina Gebler. Zwar sei das Team nervös gewesen, sei dann aber 'immer besser reingekommen'.

Der jungen Mannschaft ist in diesem Spiel gelungen, was nach den Querelen der Vorwochen kaum jemand für möglich gehalten hätte: Ein unterm Strich souverän herausgespielter Sieg. Nicht nur den Trainerwechsel steckte es weg, sondern auch den Ausfall der erfahrenen Zuspielerin Julia Sedlmeier, die zuletzt auch im Training fehlte.

Zwei Punkte steht der SVM in der Tabelle nun vor den Freiburgerinnen, die in der kommenden Woche gegen Schlusslicht TV 05 Wetter antreten. Dieses Team erwartet der SVM am 19. April im letzten Saisonspiel vor heimischem Publikum. Wenn Jeschke danach auch noch jubelt, wird er wohl zum Kaiser von Mauerstetten gekrönt.

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