Lechbruck / Berlin
Rätsel lösen, Lieder üben und dann ab zur Kanzlerin

«Wolof» ist die Sprache der Senegalesen. Und «Wolof» ist auch das Lösungswort, das am Montag vier Lechbrucker Kinder direkt ins Bundeskanzleramt zu Angela Merkel befördert. Aber zunächst von vorn: Alexandra Lochbihler, Jonas Riesemann und Josef und Maria Zink sind vier der etwa 40 Kinder, die jedes Jahr für die Gemeinde Mariä Heimsuchung in Lechbruck unterwegs sind und Spenden für das Kindermissionswerk «Die Sternsinger» sammeln. Dieses stellt jährlich ein Heft zur Verfügung, in dem jeweils ein Beispiel-Land vorgestellt wird - dieses Jahr ist es Senegal. Durch die Arbeit mit den Infomaterialien lernen die jungen Sternsinger, wie es Kindern in anderen Ländern geht und was mit ihren gesammelten Spenden passiert: «Damit werden zum Beispiel Schulen gebaut», erzählt die 13-jährige Alexandra.

Gewinnspiel

Seit Jahren nimmt die Lechbrucker Gruppe auch am Gewinnspiel im diesem Werkheft teil. Der Hauptpreis: Je vier Sternsinger aus den 27 deutschen Diözesen werden ausgelost und dürfen beim Sternsinger-Empfang am 4. Januar im Bundeskanzleramt dabei sein. Und in diesem Jahr haben es die Lechbrucker geschafft. Die vier dienstältesten Sternsinger werden am Montag die Diözese Augsburg in Berlin vertreten. Bereits seit 1984 bringen die Sternsinger den Segen «Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus» ins Kanzleramt.

Die Texte sitzen noch nicht ganz

Ob die Vier schon aufgeregt sind? «Ja, schon ein bisschen», gibt Josef zu, «wir müssen drei Lieder einstudieren und können die Texte noch nicht so ganz», grinst er. Doch das werden sie schon noch schaffen, sind sie überzeugt. Dafür muss eben auch zu Hause geübt werden - wenn nötig sogar unter der Dusche.

«Finde sie sympathisch»

Was in Berlin wirklich auf sie zukommt, wissen die Vier noch nicht so richtig. «Dass wir mit Frau Merkel reden können, glaube ich nicht, aber ihr die Hand zu schütteln oder mit ihr ein Foto zu machen, wäre schon cool. Ich finde sie sympathisch», sagt die 15-jährige Maria.

Sollten sie aber tatsächlich die Möglichkeit bekommen, der Bundeskanzlerin eine Frage zu stellen, haben alle schon eine Idee: «Ich würde fragen, wie sie zur Politik gekommen und Kanzlerin geworden ist», sagt der 15-jährige Jonas. «Und ich würde wissen wollen, ob sie auch mal Sternsingerin war», ist sich Maria sicher. Josef wäre da - zumindest in der Theorie - schon direkter: «Ich würde fragen, wie sie so in der Schule war», feixt der 12-Jährige.

Schon ist das Gespräch mit den Sternsingern beendet, der nächste Pressetermin und die nächste Probe warten. «Schon ziemlich cool», finden vor allem die Mädchen das rege Interesse und die vielen Termine, die sie seit dem Gewinn des Wettbewerbs haben. Eine aufregende Zeit für die Vier.

«Kinder finden neue Wege - Utub yoon bu bees», lautet das diesjährige Leitwort der Aktion Dreikönigssingen - die vier Lechbrucker Sternsinger haben ihren neuen Weg bereits gefunden: den direkten ins Bundeskanzleramt.

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