Planstelle erst im Sommer 2005 besetzt

Kempten(wu). - Die neue Professorenstelle im Studiengang Sozialwirtschaft an der Fachhochschule (FH) Kempten wird erst im Sommersemester 2005 besetzt, nicht wie vorgesehen schon im kommenden Semester. Dies teilte Rektor Robert F. Schmid am Rande des 'Tages der Sozialwirtschaft' mit. Bei dieser Veranstaltung informierten sich Studienbewerber und Träger sozialer Einrichtungen über den jüngsten Studiengang an der FH Kempten. Studierende und Mitarbeiter tauschten sich mit ihren Gästen über Lerninhalte, Berufsaussichten und mögliche Zusammenarbeit aus. Überrascht, aber nicht unvorbereitet reagierte Professor Johannes Zacher auf die Nachricht, dass die neue Planstelle erst 2005 besetzt wird: 'Wir haben uns auf den Notfall eingestellt und bereits mit Lehrbeauftragten von Außen gesprochen. Sie werden die Vorlesungen und Seminare übernehmen.' Mit 67 Studenten startete der Studiengang im Oktober 2003; im kommenden Semester rechnet Dekan Professor Peter Weis mit '80 plus x' neuen Studierenden. Seiner Ansicht nach hat sich die Sozialwirtschaft an der FH etabliert. 'Die Studenten sind gut aufgestellt an der Schnittstelle zwischen Ökonomie, Recht und sozialer Arbeit', sagte Weis.

In ihren Antrittsvorlesungen - die erstmals öffentlich gehalten wurden - gaben die Professoren Markus Jüster und Johannes Zacher einen Einblick in den Studiengang Sozialwirtschaft, der zwischen den Bereichen Sozialarbeit und Wirtschaftswissenschaft angesiedelt ist. Die Frage 'Wie können wir betriebswirtschaftliche Begriffe in die Sozialarbeit einfließen lassen?' sei einer der Schwerpunkte. Für die Studenten macht die Fächerkombination den Reiz des Studiengangs aus, sagte Christian Mallow, der bereits zwei Semester studiert hat. Zusammen mit anderen Sozialwirtschaftsstudenten stellte er sich den Fragen der rund 40 Interessenten an diesem Studiengang. Egal ob Mensaessen, Praktika, Prüfungen oder Berufsaussichten, Mallow und Kollegen halfen bei jedem Thema weiter. Die Träger sozialer Einrichtungen - 59 waren gekommen - tauschten mit den Professoren Wünsche und Anregungen aus. Vertreter, von Kliniken, Krankenkassen und Seniorenheimen stellten sich auch den Fragen der Studenten, die vor allem Kontakte knüpfen wollten. Hierzu legen die Studenten eine eigene Datenbank an, mit Informationen über die jeweilige Einrichtung, Kontaktpersonen und Praktika. Es gibt bisher keine maßgeschneiderte Stelle für Sozialwirte, betonte Zacher. Das Feld, auf dem Sozialwirte arbeiten könnten, sei groß - angesiedelt irgendwo zwischen Betriebswirt und Sozialpädagoge. Deswegen sei der Austausch zwischen sozialen Einrichtungen und FH wichtig. Dabei und während der Praktika könnten Berufsfelder für Sozialwirte gefunden werden. 'Wir bilden aber keine Manager oder Sparkommissare aus', sagte Jüster.

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