Plan für Käse-Olympiade gescheitert

Immenstadt (vk). - Mit dem Jahrhundertsommer im vergangenen Jahr sind die Allgäuer Senner offensichtlich gut zurecht gekommen, wie die Jury bei der Bergkäseprämierung in Immenstadt übereinstimmend feststellte. Schlechte Nachrichten gab's allerdings in anderer Sache: Der Plan, die internationale 'Käse-Olympiade 2005'nach Oberstdorf zu holen, ist gescheitert. Johann Peschek vom Kemptener Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum für Milchwirtschaft lobte den 'erheblichen' Qualitätsanstieg. 41 Sennalpen hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt, 30 Berg- und 22 Alpkäse waren im Februar einer strengen Prüfung unterzogen worden. Sieger in der Kategorie Bergkäse wurde Josef Schneider von der Alpe Ornach, punktgleich waren Peter Ritter (Alpe Schlappold) und Marianne Schwarz (Alpe Helmingen), die zusätzlich den Goldenen DLG-Preis erhielt. In der Kategorie Alpkäse schnitt Thomas Herz von der Alpe Hompessen am besten ab. Insgesamt erhielten 18 Alpen für ihren Bergkäse und 13 Alpen für ihren Alpkäse den ersten Preis. Beim Bergkäse sei der gute Geschmack eine der großen Überraschungen des heißen Sommers gewesen, lobte Gottfried Seeberger von der Milchwirtschaftlichen Untersuchungs- und Versuchsanstalt Kempten (Muva).

Die Senner hätten die Temperaturen gut im Griff gehabt und mit der Milchreifung umgehen können. Dem Alpkäse, in der Herstellung ohnehin heikel wegen der niedrigeren Brenntemperaturen, sei die Hitze hingegen nicht so gut bekommen. Um den Bergkäse, der wirklich auf den Bergen hergestellt wird, von den Talproduktionen zu unterscheiden, soll künftig der 'Allgäuer Sennalp-Bergkäse' eine geschützte Ursprungsbezeichnung nach EU-Recht erhalten, berichtete Peter Danks, Geschäftsführer des Alpwirtschaftlichen Vereins im Allgäu (AVA). Zehn Alpen hätten bereits ihr Interesse bekundet. Um diese begehrte Bezeichnung zu erhalten, müssen jedoch eine Reihe von Kriterien erfüllt werden. Keinen Erfolg hatte Danks mit dem Ende vergangenen Jahres geschmiedeten Plan, die internationale 'Käse-Olympiade 2005' nach Oberstdorf zu holen. Zwar habe der Landkreis Oberallgäu die Trägerschaft übernehmen wollen. Auch gab es eine Zusage für Fördermittel von Bund, Land und der Centralen Marketinggesellschaft für Agrarwirtschaft (CMA). Da aber, so Danks, die Mehrzahl der bayerischen Molkereien das Projekt nicht unterstützten wollte, wurden die Geldversprechen wieder zurückgenommen. Jetzt wird die 'Olympiade 2005' in Österreich stattfinden.

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