Pfeiffer zeigt Härte

Erzberg (az). - Christian Pfeiffer aus Halblech ist der strahlende Sieger des 'Red Bull Hare Scramble' am Erzberg in der Steiermark (Österreich). Beim härtesten Offroad-Motorradrennen der Welt gelang dem Ostallgäuer ein eindrucksvoller Sieg über die Weltelite des Endurosports. Und dies nicht zum ersten Mal: Nach 1996, 1997 und 2000 war Pfeiffer heuer zum vierten Mal der Sieger. Insgesamt sahen von den 500 qualifizierten Teilnehmern nur 30 das Ziel. Wobei dem Kärntner Klaus Martinjak nur knappe 50 Meter auf die ersehnte Zieldurchfahrt fehlten, als das Rennen wegen eines orkanartigen Schneesturms frühzeitig abgebrochen werden musste. Beeindruckend war auch, dass Fahrer aus neun Nationen das Ziel im Erzberg-Fahrerlager erreichten, was für die hohe Anziehungskraft dieses Events im internationalen Endurosport steht. Mit einer Gesamtzeit von 1:29 Stunden war Christian Pfeiffer nicht zu bezwingen. Für den amtierenden Motorrad-Stunt-Weltmeister war der diesjährige Sieg am Erzberg ein ganz besonderer: Er kam erst in der Nacht um 3 Uhr von Showauftritten aus Italien angereist und ging ohne große Streckenkenntnis ins Rennen. Als Zweiter erreichte der mehrfache Enduro-Weltmeister Juha Salminen (Finnland) fünf Minuten hinter Pfeiffer das Ziel.

Dritter wurde der Sudafrikaner Jade Gutzeit (1:37). Vorjahressieger Cyril Despres (Frankreich) landete nach einigen Problemen mit seiner Maschine auf dem vierten Platz. Bemerkenswert waren unabhängig von Platzierungen die Leistungen aller Starter. Bei eisiger Kälte und einem Gemisch von Schnee und Regen wurde bis zum Umfallen gekämpft. Christian Pfeiffer: 'Alles im allem war dies der härteste Erzberg, den ich je gefahren bin. Besonders im neuen Teilstück zum Schluss war mehr Schieben und Heben als Fahren angesagt.' In diesem Bereich, von Pfeiffer liebevoll 'Sado Maso Sektion' genannt, hat er sich mit Salminen ein spannendes Führungsduell mit ständigen Positionswechseln geliefert. Zwischendurch hatte Pfeiffer auch Sichtprobleme: 'Schon nach 20 Minuten war meine Brille total verdreckt und ausgerechnet bei einsetzendem Schneeregen mußte ich ohne Brille weiterfahren. Glücklicherweise waren drei Fahrer vor mir - die ich später am steilsten Stück überholte - und ich konnte mich an deren Spuren orientieren.' Mit Ralf Dennenmoser aus Wohmbrechts war übrigens eine weiterer Allgäuer mit von der Partie beim Jubiläumsrennen - es war die zehnte Auflage - am Erzberg. Als Amateur unter den vielen Profis wie Pfeifer landete der 27-jährige Westallgäuer auf einem beachtlichen neunten Rang.

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