Osteuropa will mehr Milchprodukte haben

Kempten(mic). - Die Milchwirtschaft musste sich im vergangenen Jahr in einem schwierigen Umfeld behaupten. Das zeigte sich auf der Mitgliederversammlung der 'Süddeutschen Butter- und Käse-Börse' in Kempten. Während die Nachfrage bei verschiedenen Milchprodukten zugenommen hat, sind die Milchpreise weiter gesunken. Der Hauptvortrag drehte sich um das Thema 'Qualitätssicherung', dargestellt aus der Sicht des Einzelhandels. Das Gebiet der Süddeutschen Butter- und Käse-Börse umfasst die drei Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen. Hier wurden laut erstem Vorsitzenden German Umhau 2003 insgesamt 11,36 Millionen Tonnen Milch angeliefert. Das mache 41,2 Prozent der Milchanlieferung in ganz Deutschland aus. Butter wurden im Börsengebiet 134406 Tonnen produziert, Käse und Frischkäse gar 913000 Tonnen. In einem Überblick über wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen der Milchwirtschaft ging Ministerialrat Heinz Hahn unter anderem auf den Beitritt der zehn neuen EU-Mitgliedsstaaten ein. Dieser sei überraschend reibungslos verlaufen. 'Die Nachfrage nach Milch- und Fleischprodukten ist in den neuen EU-Staaten deutlich angestiegen. Also kein Butterüberschuss, sondern das Gegenteil', sagte Hahn. Seit vergangenem Freitag sei ferner die EU-Agrarreform und deren nationale Umsetzung beschlossene Sache. 'Erzeuger und Verarbeiter wissen nun woran sie sind. Wir müssen uns mit den Realitäten abfinden', so der Ministerialrat. Er hob die Bedeutung der Börse hervor, die eine wichtige Orientierungshilfe sei und Markttransparenz für Erzeuger, Verarbeiter und Handel schaffe. 'Qualitätssicherungs-Systeme aus der Sicht des Lebensmittelhandels' unter diesem Motto referierte abschließend Dr. Horst Lang, Leiter der Qualitätssicherung bei der Globus SB-Warenhaus-Holding Gmb H in St. Wendel im Saarland. Das Unternehmen betreibt unter anderem deutschlandweit 35 Warenhäuser.

Vom Verbraucher bis zum Feld 'Handel, Industrie und Landwirtschaft müssen zukünftig das gleiche Ziel verfolgen: Die Sicherheit des Verbrauchers', forderte der Referent. Das Unternehmen lege größten Wert auf die Rückverfolgbarkeit der Produkte vom Verbraucher bis zum Feld. 'Ein internationales Qualitätssicherungs-System ist nötig, mit dem nationale Systeme kompatibel sind', sagte Lang.

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