Kempten
Mit neuen Routen ganz nach vorn

«Das Wandern ist das liebste Hobby der Deutschen», sagt der Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut. 36 Millionen Deutsche seien laut einer Umfrage in ihrer Freizeit des Öfteren wandernd unterwegs. Die Allgäuer Tourismusbranche will den Trend aufgreifen und qualitative Verbesserungen für Wanderer umsetzen. 309000 Euro stehen für die Entwicklung eines entsprechenden Konzepts zur Verfügung, 185000 Euro davon zahlt die EU als Zuschuss. Zudem gibt es eine Förderung des Freistaats.

Gestern überreichte Dr. Alois Kling vom Amt für Landwirtschaft und Forsten in Kempten (als zuständige Behörde für die europäische Leader-Förderung) den Bewilligungs-Bescheid an die Allgäu Marketing. «Wir wollen die Wanderregion Nummer eins in Deutschland werden», betonte Tourismusverbands-Chef Alfons Zeller. Das Allgäu habe für Wanderer ein hervorragendes Angebot, müsse dieses aber noch weiterentwickeln und besser bekannt machen. Allgäu-Marketing-Geschäftsführer Bernhard Joachim rief dazu auf, «die vielen erfolgreichen Einzelinitiativen im Rahmen einer durchgängigen Strategie zu bündeln.»

Alle an einem Strang

Als «Wanderregion Allgäu» sollen sämtliche Landkreise und kreisfreien Städte gemeinsam auftreten, also die Kreise Ober- und Ostallgäu sowie Lindau und Unterallgäu und die Städte Kempten, Kaufbeuren und Memmingen. Fleschhut unterstrich, dass das Projekt «Wanderregion Allgäu» für viele Kommunen im Allgäu großen Nutzen bringe. Eine aktive Mitarbeit der Gemeinden ist nach seinen Worten ausdrücklich erwünscht.

Dr. Anna Maria Fäßler von Allgäu-Marketing sagte gestern, zur erfolgreichen Vermarktung des Allgäus als Wanderregion seien unter anderem drei Hauptrouten in Ost-West-Richtung und eine Nord-Süd-Verbindung geplant. Vorbild dafür sind beispielsweise der «Adlerweg» in Tirol oder die traditionsreiche Wanderregion Rennsteig in Thüringen.

Mit Verbesserungen des Service für Wanderer im gesamten Allgäu sollen neue Gästegruppen angesprochen werden. Joachim betonte, die «Wanderregion Allgäu» stehe für ein ausgesprochen vielfältiges Landschaftsbild.

Leader-Aktionsgruppen

Eng eingebunden in das Projekt werden die vier Allgäuer Leader-Aktionsgruppen Regionalentwicklung Oberallgäu, Westallgäu-Bayerischer Bodensee, Ostallgäu und Kneippland Unterallgäu. Gerhard Hock vom Amt für Landwirtschaft in Kempten betonte, von dem Projekt profitierten auch die Kommunen außerhalb der traditionellen Tourismusgebiete.

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