Pfronten / Kempten
«Mensch beeinflusst Klimawandel nicht»

Wir sprachen mit Hans Geyer über sein neues Buch und wie er zu seinen Erkenntnissen kam. Wie sind Sie dazu gekommen, sich mit den Themen Klimawandel und Gletscherschwund zu beschäftigen? Geyer: Seit 2005 befasse ich mich intensiv mit der Erforschung unseres Vorlandes zwischen Wertach und Lech. Straßenbauten - unter anderem der A7 - lieferten viele Aufschlüsse über Geologisches, Gletscherbewegungen und klimatische Verhältnisse von Eis- und Warmzeiten in den vergangenen Jahrtausenden. Daraus entstanden vier Bücher. Teilweise sind die Inhalte mit Fachleuten der TU München, der LMU München und der Uni in Bern abgestimmt. Eigenes Bildmaterial erstellte ich bei Berg- und Gleitschirmtouren. Daraus und aus den zuvor geschriebenen Büchern entstand das neue Klima- und Gletscherbuch.

Sie sind der Ansicht, dass der Klimawandel nicht vom Menschen - also anthropogen - verursacht ist, sondern dass es sich um natürliche Schwankungen handelt. Wie kommen Sie zu dieser Annahme?

Geyer: Das langfristige Auf und Ab der Warm- und Eiszeiten war ein steter, ganz normaler Klimawandel und läuft ohne den Einfluss des Menschen auch heute noch so ab. Die so genannte kleine Eiszeit von 1550 bis 1850 ist ein Beispiel. Die letzten 1000 Jahre mit ganz einschneidenden klimatischen Veränderungen haben solches belegt. In historischen Überlieferungen und Chroniken gibt es viele Hinweise auf das, was heute als «moderner» Klimawandel bezeichnet wird. Nachweise und Spuren zum «Klimawandel» finden sich - wenn man will - in unserem Vorland und in den Alpen zahlreich.

Die Wissenschaftler der Uni Bern zeichnen überdies eine fast lückenlose Chronik über klimatische und Wachstumsphasen der jetzigen, schon 14000 Jahre anhaltenden Warmzeit mit dazwischen fast gletscherlosen Alpen und der «kleinen Eiszeit» vor 500 Jahren.

Aber wer soll denn aus ideologischen Gründen ein Interesse daran haben, den Klimawandel als anthropogen verursacht darzustellen?

Geyer: Da stecken in erster Linie wirtschaftliche Interessen dahinter. Vor allem ist es die Lobby der erneuerbaren Energien, und da sind es

insbesondere die Solarindustrie und die Hersteller von Windkraftanlagen.

Also brauchen wir Ihrer Ansicht nach unser Verhalten nicht zu ändern, sondern können so weitermachen wie bisher?

Geyer: Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Natürlich müssen wir die Emissionen reduzieren. Doch eine Klimaerwärmung um zwei Grad können wir wohl nicht verhindern. Man soll die Emissionen in moderatem Maß zurückführen - und nicht Knall auf Fall.

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