Allgäu
Meister der Improvisation

Fließbandarbeit? Bloß nicht! Das wäre für ihn, als müsste er einen Löffel mit Gift schlucken. Gott bewahre ihn davor, sagt Django Asül im Gespräch mit unserer Zeitung. Mit seinem Programm «Fragil» reist er zwar nun schon im zweiten Jahr quer durch Deutschland und ist damit am 5. Februar (20 Uhr) in Kempten zu Gast. «Aber kein Abend gleicht dem anderen.» Die nähere Erklärung für diese Feststellung des bayerischen Kabarettisten? «Mein Programm ist ein permanenter Prozess. Aktuelles wird sofort mit eingebaut.» Manches Mal sogar aus dem Stehgreif heraus direkt auf der Bühne. Was hin und wieder Django Asül selbst überrascht.

Gut möglich also, dass ihm, während er dem Publikum das fragile, also das zerbrechliche Deutschland und dessen mitunter instabile Politiker vor Augen führt, ein neuer Gedanke durch den Kopf schwirrt. Und, schwuppdiwupp, serviert er diesen auch schon seinen Zuhörern.

Lust auf einen schönen Abend

Django Asül, der Mann, der die Improvisation im Glanze des Scheinwerferlichts liebt. Ja ja, so könne man das durchaus stehen lassen, meint er. Und er sagt auch: «Nicht nur das Publikum soll das Programm genießen. Auch ich will einen schönen Abend verbringen.» Was allerdings auf der Bühne leicht und locker und nach purem Vergnügen aussieht, erfordert im Vorfeld harte Arbeit. «Ich lese sehr viel», verrät Django Asül, «und höre mich regelmäßig um, was die Leute so sagen und was sie alles bewegt.

» Damit lassen sich Kabarett-Programme füttern. Man müsse als Künstler hart arbeiten und fleißig bleiben, nur so könne man den Platz in der Beletage der professionellen Spaßvögel dieses Landes verteidigen.

Nun schreibt der einstige Fastenprediger auf dem Münchner Nockherberg nicht nur Kabarett-Programme, sondern auch Kolumnen für Zeitungen. Willkommene Fingerübungen nennt Django Asül diese Art von Arbeit, und die Themen, denen er sich in seinen satirischen Texten annimmt, sind oft sportlicher Natur. Der 37-Jährige ist Tennislehrer und bekennender FC-Bayern-Fan. Einen Nachmittag in der Münchner Allianz-Arena, sagt der Kabarettist, genieße er in vollen Zügen. Plaudern mit dem Breitner Paule, fachsimpeln mit dem Beckenbauer Franz: Für ihn einfach ein toller Zeitvertreib, um abzuschalten.

Und vermutlich auch eine prima Gelegenheit, neue Munition für seine Kabarett-Abende zu bekommen.

Django Asül gastiert mit seinem Programm «Fragil» am Freitag, 5. Februar (20 Uhr), im Kornhaus in Kempten. Karten im Vorverkauf gibt es unter anderem bei den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

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