Allgäu
Mehr als Kühe und Käse

Nachgefragt Bei Regionalmanager Andreas Querbach Herr Querbach, wie läufts? Querbach: Es läuft gut. Ich habe in den ersten Monaten viele Eindrücke gewonnen und mit sehr vielen Menschen gesprochen.

Was sind Ihre Hauptaufgaben als Regionalmanager?

Querbach: Vor allem, die Zusammenarbeit in der Region zu verbessern. Bei den dringlichsten Projekten steht der Aufbau einer Marke Allgäu ganz oben an. Dann kümmere ich mich um den öffentlichen Personen-Nahverkehr. Wichtig ist auch das Thema Demografie, also die Frage, welche Erleichterungen kann die Region der Generation 60+ bieten?

Bleiben wir beim Projekt Marke Allgäu: Sie waren im Sommer bei der Auftaktveranstaltung in Memmingen dabei. Was ist seither geschehen?

Querbach: Es wurde viel recherchiert und analysiert. Die Ergebnisse aus diesen Untersuchungen wurden in vielen Arbeitsgruppen überarbeitet, um den Kern der Marke Allgäu zu finden. Hierfür arbeiten viele Experten aus den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Soziokultur zusammen.

Die inhaltliche Arbeit für den Aufbau der Marke macht die österreichische Invent GmbH. Wir vor Ort koordinieren die einzelnen Teilnehmer.

Wie finanziert sich die Entwicklung der Marke Allgäu?

Querbach: Den Eigenanteil von 40 Prozent trägt die Allgäu Initiative GbR gemeinsam mit dem Projektpartner Allgäu Marketing GmbH. Die übrigen 60 Prozent sollen über das EU-Förderprogramm Leader finanziert werden. Das Marken-Projekt ist von allen vier Allgäuer Leader-Gruppen gutgeheißen worden. Die Anträge für eine finanzielle Förderung liegen zurzeit beim Landwirtschaftsamt Kempten-Lindau, wo die Leader-Projekte koordiniert werden.

Um welche Summe geht es dabei?

Querbach: Um einen niederen sechsstelligen Betrag.

Was soll eigentlich eine Marke der Region bringen?

Querbach: Sinn der Marke ist, dass wir wegkommen von dem einseitigen Blick, wir haben hier nur Kühe und Käse. Auch unsere anderen Stärken müssen nach außen getragen werden. Leute von weiter weg müssen erkennen, dass wir auch ein toller Wirtschaftsstandort sind. Das ist auch wichtig, um in Zukunft gute Fachleute für Unternehmen und den Tourismus zu bekommen.

Andere Regionen versuchen ebenfalls, ihr Markenprofil zu schärfen. Wenn sich dann alle rundherum als tolle Standorte präsentieren - sind wir dann nicht wieder genau so weit wie früher, nur auf höherem Niveau?

Querbach: Wir müssen aufpassen, nicht ins Hintertreffen zu geraten. Wer sich nicht entwickelt, wird irgendwann vergessen und verliert wirtschaftlich an Bedeutung.

Wann gibt es die ersten Ergebnisse, wie eine Standortmarke Allgäu aussehen könnte? Die Rede war mal von Ende Januar

Querbach: Das wird nicht ganz zu schaffen sein. Aber im Frühjahr soll alles fix und fertig sein. Am Ende soll ein Handbuch entstehen mit Handlungsanleitungen, wie die Marke sinnvoll gemanagt und erfolgreich im Markt positioniert werden kann. Stefan Binzer

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