Mann schleuste Ausländer ein

Memmingenl feß l Wegen des gemeinschaftlichen und erwerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern ist ein 30 Jahre alter Mann vor dem Memminger Amtsgericht zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

Der Mann aus Memmingen gestand, Anfang des vergangenen Jahres als Fahrer sechs ukrainische Staatsbürger über die deutsch-tschechische Grenze eingeschleust und ein zweites Mal den Versuch dazu unternommen zu haben. Mit seinem Pkw holte der 30-Jährige im Januar 2007 gemeinsam mit einem weiteren Fahrer die sechs Personen in einem Hotel in Tschechien ab. Kurz vor der Grenze ließ sie der 30-Jährige, der seit 1996 in Deutschland lebt und in Kasachstan geboren ist, aussteigen und überquerte dann allein die Grenze. Danach sei er auf einem Wanderweg zurück gegangen, um die Wartenden über die sogenannte grüne Grenze in die Bundesrepublik zu führen. Dafür erhielt er 1200 Euro. Im Februar sei er dann nochmals kurzfristig als Fahrer angeheuert worden. Die Einschleusung wurde dann aber abgebrochen, da Zivilfahnder auf die zwei Fahrzeuge aufmerksam geworden seien.

Die Aussage und das angeführte Motiv des 30-Jährigen, nämlich Geldnot, seien glaubwürdig, urteilte der Richter.

Da der Angeklagte derzeit eine Arbeitsstelle hat, Unterhalt für sein Kind zahlt und im Sommer eine Drogentherapie erfolgreich abgeschlossen hat , sei er auf einem guten Weg, begründete der Richter die Bewährungsstrafe.

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