Probstried / München
Leukämie: Baby Luis wartet weiter auf lebensrettende Stammzellen

Ein Stück Normalität, ein paar Tage mit der Familie zuhause - das hatte sich Joachim Kienzler kurz vor Weihnachten gewünscht. Denn normal war für ihn und seine Familie nur noch wenig seit bei seinem jüngsten Sohn, Luis, eine schwere Form der Leukämie diagnostiziert worden war (wir berichteten).

Jetzt allerdings ist ein bisschen dieser Normalität in die Familie aus Probstried (Oberallgäu) zurückgekehrt. «Die letzten Wochen waren entspannter für uns, da Luis immer wieder einige Tage zuhause verbringen durfte. Ein ganz normales Familienleben - welch ein Segen», schreibt Mutter Ursula Kienzler in einer E-Mail an unsere Zeitung.

Viel Zeit verbrachte sie seit der Diagnose im September mit ihrem sieben Monate alten Sohn im Krankenhaus in München. Mittlerweile bekommt der Kleine den vierten Block seiner Chemotherapie. Diesen hat er laut Ursula Kienzler bis auf ein paar kleine Infekte gut verkraftet. Es ist der letzte bevor Luis eine lebensrettende Stammzellen-Transplantation erhalten könnte - wenn ein passender Spender gefunden wird.

Und die Suche nach einem solchen läuft nach wie vor auf Hochtouren. Wie berichtet, ließen sich bei einer großen Typisierungsaktion in Kempten, Memmingen, Landsberg und Augsburg - organisiert von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) - rund 8000 neue Spender registrieren. «Die Hälfte davon ist bereits typisiert. Mit dem Rest wollen wir bis Mitte Februar fertig sein», sagt Manuela Ortmann von der AKB. Ob bereits ein passender Spender für Luis dabei ist, kann sie nach ihren Worten noch nicht sagen.

40 Euro Laborkosten

Weiter läuft auch die Suche nach Geldspendern. Bisher sind laut Ortmann rund 160000 Euro auf das Konto der AKB eingegangen. Um die Typisierungsaktion kostendeckend abwickeln zu können, braucht die Stiftung aber 320000 Euro. Denn für jede Typisierung müssen 40 Euro Laborkosten bezahlt werden.

Die Familie Kienzler erhält indessen immer wieder E-Mails von den verschiedensten Menschen. «Ebenfalls Betroffene, Mitfühlende, andere Kinder, Mütter, Omas einfach alle versuchen uns zu unterstützen», schreibt Ursula Kienzler. «Wir sind sehr gerührt und jede gelesene Zeile tut irgendwie gut.»

Spendenkonto: Stiftung Aktion

Knochenmarkspende Bayern,

Dresdner Bank, BLZ 70080000, Konto

0977704002 (Falls beim Überweisen

die Commerzbank erscheint,

sind die Kontoangaben nicht falsch.

Beide Banken fusionieren gerade.)

weitere Informationen unter www.hilfe-fuer-luis.de und www.akb-germany.de

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