Koreanische Kampfkunst zu Gast im Allgäu

Von Benjamin Schäling | Marktoberdorf Wie es dazu kam, dass ein südkoreanisches Taekwondo-Team Marktoberdorf besucht? 'Das ist eigentlich eine ganz kurze Geschichte', sagt Georg Streif, Bundestrainer, Vorsitzender der Taekwondo-Gemeinschaft Allgäu (TGA) und Organisator des Besuchs. Udo Mönig, ein Freund Streifs, ist vor 20 Jahren nach Südkorea ausgewandert und mittlerweile Professor an der Youngsan-Taekwondo-Universität in der Millionenstadt Pusan, erzählt Streif. Er selbst war schon zu Besuchen in Südkorea und wolle sich nun einmal 'revanchieren'.

Gestern kam der 15-köpfige koreanische Tross, angeführt vom Leiter der Universität, Professor Gu, auf seiner Europa-Tour im Ostallgäu an und wurde von Marktoberdorfs Bürgermeister Werner Himmer im Rathaus empfangen. Nachmittags dann hielten die Südkoreaner zusammen mit etwa 80 Kämpfern der TGA und vieler anderer Clubs aus dem Allgäu einen Lehrgang ab. 'Da kann man was lernen', meinte ein junger Athlet.

'Für unseren Verein bedeutet das sehr viel', betont Streif. In Korea werde der sauberste Kampfstil praktiziert und seine Kämpfer sollten sich das einmal ansehen. Außerdem erfahren die Kämpfer der TGA dadurch neue Techniken und Trainingsmethoden 'aus erster Hand'.

Nach dem Sport 'Kultur'

Georg Streif selbst konnte an dem Lehrgang nicht teilnehmen, weil er als Bundestrainer vom Verband für die offenen schwedischen Meisterschaften nach Boras einberufen wurde. 'Das ist ein großer Wermutstropfen', meint der 46-Jährige dazu. Auch beim anschließenden 'Allgäuer Kulturabend' wäre er gern dabei gewesen. An seiner Statt betreuten nun der Zweite Vorsitzende der TGA, Dieter Koldas, und Schatzmeister Andreas Hindelang die Betreuung die weit gereisten Gäste.

Heute weiter nach Miesbach

Kultur im klassischen Sinne war allerdings nicht angesagt. Vielmehr gingen die beiden mit den Koreanern nach dem Lehrgang noch auf eine kulinarische Allgäu-Tour, um ihnen das Leben hierzulande, also auch die heimischen Schmankerl inklusive Bier, näher zu bringen. Die koreanischen Kampfkünstler allerdings mussten sich zurückhalten. Schließlich müssen sie bereits heute zu einem Freundschaftskampf in Miesbach antreten.

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