Kaufbeuren bleibt Zweitligist

Von unserem Redaktionsmitglied Stephan Schöttl, Kaufbeuren - Trotz der Nullnummer in Crimmitschau am Freitag verlief das Wochenende ganz nach dem Geschmack der Verantwortlichen des Eishockey-Zweitligisten ESV Kaufbeuren. Mit einem 4:3-Sieg nach Penaltyschießen im Heimspiel gegen die Sachsen sicherten sich die Joker bereits drei Spieltage vor Saisonende den Verbleib in Deutschlands zweithöchster Eishockey-Liga. Doch bevor die Feierlichkeiten im Kaufbeurer Eisstadion am Berliner Platz begannen, war Trainer Fabian Dahlem noch nicht zum Jubeln zu Mute. Vor allem der Auswärts-Auftritt seiner Mannschaft in Crimmitschau gefiel dem Übungsleiter nicht: 'Wir waren nicht bereit, das Spiel so anzugehen, wie ich mir es vorgestellt habe.' Dabei warnte Dahlem bereits vergangene Woche vor der Spielstärke der Sachsen. Doch dank eines furiosen Schlussabschnitts, in dem die Kaufbeurer einen 0:4-Rückstand beinahe noch ausglichen hätten, hielt sich die Niederlage mit 3:4 in Grenzen. 'Unter dem Strich ist es für uns aber ein schmeichelhaftes Ergebnis', äußerte sich der ESVK-Trainer nach der Partie.

Dahlem wird gefeiert Auch im Aufeinandertreffen mit dem ETC Crimmitschau auf eigenem Eis blieben die Kaufbeurer über weite Strecken der Partie blass. Von der Souveränität der Vorwochen war nur wenig zu spüren. Kurz vor Ende des Spiels lagen die Hausherren gar noch mit 2:3 in Rückstand, doch mit dem Ausgleichstreffer von Frank Appel retteten sich die Joker in die Verlängerung und das Penaltyschießen. Dies nutzten Buddy Smith und Co. dann allerdings erneut zu einer Demonstration ihres Könnens. Nachdem zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt war, dass Heilbronn in Bad Tölz unterlag, war der Klassenerhalt unter Dach und Fach, und das Stadion glich einem Tollhaus. Jeder Penalty-Treffer wurde frenetisch bejubelt. Am Ende forderten die über 2200 ESVK-Anhänger Ehrenrunden des Teams, die 'La Ola'-Welle und besonders einen Mann: Trainer Fabian Dahlem. Der genoss seinen Auftritt auf der Eisfläche sichtlich. 'Wir halten hier in Kaufbeuren einfach alle zusammen: Die Mannschaft, der Trainer, der Vorstand und unsere tollen Zuschauer', freute sich Dahlem. Auch Präsident Bernhard Pohl war nach der Partie verständlicherweise nur noch glücksstrahlend anzutreffen: 'Es freut mich. Jetzt wäre es toll, wenn wir den ersten Platz auch noch bis Saisonende halten könnten.' Einziger Wermutstropfen: Stürmer Michael Waginger bestritt am Freitag bereits sein Abschiedsspiel für die Joker. Da er sich in Crimmitschau eine Knieverletzung zuzog, fällt er bis Saisonende aus und wechselt dann bekanntlich zum Ligakonkurrenten Duisburg. Aber auch er hatte lobende Worte für seine Mitstreiter übrig: 'Kompliment an die Mannschaft. Bei uns kämpft und rennt eben jeder Spieler für seinen Nebenmann mit.'

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