Kaufbeuren
Japaner Tanaka lässt Kaufbeurer Fans feiern

«Das war beste Werbung für das Eishockey», sagte ein überschwänglicher ESVK-Trainer Ken Latta nach dem Kaufbeurer 5:4-Heimerfolg nach Verlängerung gegen die Schwenninger Wild Wings in der 2. Bundesliga. Rund 1000 Fans aus dem Schwarzwald sorgten zusammen mit dem Kaufbeurer Anhang nicht nur für großartige Eishockey-Atmosphäre, sondern auch dafür, dass die Sparkassen-Arena mit 4429 Zuschauern den Rekordbesuch dieser Saison erlebte.

13 Punkte aus den jüngsten sechs Spielen sind auch sportlich ein Beleg dafür, dass Kaufbeuren nun endgültig wieder in die richtige Richtung marschiert - auch wenn es trotz des Sieges in der Tabelle einen Platz nach hinten auf Rang sieben ging. Auf dem Eis lieferten sich beide Teams einen hochklassigen Schlagabtausch, bei dem die Joker zumindest zwei Drittel lang optisch die Nase vorn hatten. Dass es nach 60 spannenden Minuten in einem rasanten und extrem spannenden Spiel durch Tore von Jakub Körner, Daniel Oppolzer, Mats Lindmark und Mike Wehrstedt lediglich 4:4 stand, lag an einem starken Gästeteam, das die Fehler der Hausherren eiskalt ausnützte und zu Recht auf Platz zwei der Zweitligatabelle steht.

Ken Latta freute sich besonders darüber, dass ausgerechnet der in Fankreisen umstrittene japanische Nationalspieler Go Tanaka für den Siegtreffer in der Verlängerung verantwortlich war. Seit er mit Anton Saal und Dominic Krabbat im Kaufbeurer «Hochgeschwindigkeits-Block» zusammenspielt, wird der 26-Jährige immer besser. Und auch seine Nebenleute punkten plötzlich in beeindruckender Konstanz.

Auffällig war auch, wie der ESVK mit einer extrem starken Offensivleistung dem DEL-Anwärter aus Schwenningen so zusetzte, dass dieser zeitweise gar nicht wusste, wie ihm geschah. Allein drei Pfostentreffer im ersten Drittel verhinderten einen größeren Rückstand für die Gäste.

«Fans» wollen Bahnsteig stürmen

Am Ende konnten alle Beteiligten mit dem Ergebnis gut leben. Nur einige Kaufbeurer «Fans» hätten den gelungenen Abend um ein Haar nachhaltig getrübt. Kurz vor Abfahrt des Schwenninger Sonderzuges wollten die knapp 20 jungen Männer den Bahnsteig stürmen. Einzig die massive Präsenz der Bereitschaftspolizei konnte Schlimmeres verhindern. Den zurückgedrängten Chaoten wurde ein Platzverweis erteilt.

Trotz der Strapazen der zahlreichen Spiele in der Weihnachtszeit will Latta von Müdigkeit im Team nichts wissen. «Die Mannschaft ist frisch wie zu Saisonbeginn», sagt er vor der heutigen Partie (20 Uhr) beim ETC Crimmitschau.

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