In der Anfangszeit große Probleme

Kaufbeuren | fro | 'Wir hatten in der Anfangszeit große Probleme' gibt Tobias Richter, Vorstand der Länderbahn, zu. Die Gesellschaft übernahm zum 9. Dezember 2007 den Allgäu-Express 'Alex' zwischen München und dem Allgäu. Doch Pünktlichkeit, Auslastung und Technik machten der Länderbahn zunächst zu schaffen. Die Länderbahn ist ein Privatunternehmen mit Sitz in Viechtach im Bayerischen Wald.

Das sahen auch einige Fahrgäste so: Die Länderbahn sei oftmals nicht pünktlich gewesen, monierten Kunden. Einmal habe man wohl den Bistrowagen vergessen. Außerdem seien nicht ausreichend Plätze vorhanden: 'In Kaufbeuren waren die Plätze besetzt, in Buchloe waren die Gänge voll und ab Kaufering trampelten sich die Leute tot', meinte eine Pendlerin aus Kaufbeuren. Auch der Oberallgäuer Grünen-Abgeordnete Adi Sprinkart hatte massive Kritik an den Zuständen geübt.

Am 9. Dezember war der Fahrplanwechsel vollzogen worden. An diesem Tag wurde auch die Länderbahn Betreiber des Alex, der vorher von einer schweizerischen Gesellschaft betrieben wurde und an dem die Länderbahn beteiligt war. Mit dem Wechsel begannen die Probleme. Zunächst seien so viele Wagen zur Verfügung gestellt worden, wie nach den Zahlen nötig gewesen seien - darunter auch 25 Prozent Stehplätze. 'Doch die Fahrgastzahlen waren inzwischen gestiegen', erklärt Richter.

Neben überfüllten Zügen gab es auch Verspätungen, die mit der Umsetzung des neuen Fahrplans zusammenhingen. Zu allem Überfluss seien noch betriebliche Probleme hinzu gekommen, weshalb manchmal Wagen wie das Bistro aus technischen Gründen ausfielen. 'Um die Sicherheit zu gewährleisten, mussten wir diese Wagen abhängen', so Richter. Außerdem erwies sich die neue Wagenaufteilung als gewöhnungsbedürftig: Die Flügelung des Alex in Immenstadt, wo der Zug nach Oberstdorf und Lindau getrennt oder von dort kommend, zusammengefügt wird, klappte nicht so recht.

Doch diese Schwierigkeiten seien nun aus dem Weg geräumt, versichert Richter. 'Die Auslastung der Züge ist sehr gut. Wir setzen dafür mehr Wagen ein', so der Vorstand. Bei Bedarf sollen weitere Wagen angehängt werden. Des Weiteren seien die An- und Abfahrtszeiten jetzt geregelt: 'Wir haben jetzt ein sehr hohes Pünktlichkeitsniveau.' Probleme gebe es in diesem Punkt nur noch durch externe Störungen wie vorübergehende Streckensperrungen. 'Aber das können wir nicht beeinflussen', sagt Richter. Er kündigt zudem an: 'Wir wollen noch unsere Qualität verbessern.' So seien ein größeres Augenmerk auf die Technik, mehr Fahrgastinformationen und andere Verbesserungen geplant.

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