• 5. Februar 2018, 18:51 Uhr
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Renovierung
Im Allgäu werden viele Kirchen saniert

(Foto: Matthias Becker)

Eine böse Überraschung war das für den katholischen Pfarrer Roland Buchenberg und viele Gläubige: Im Oktober 2017 hatte die Diözese Augsburg nach einer Sicherheitsprüfung angeordnet, die Martinskirche in Waltenhofen (Oberallgäu) sofort zu schließen.

Der Grund: Experten hatten verdächtige Risse an der Decke entdeckt. Ein Szenario wie in Vorderburg (Oberallgäu) sollte sich keinesfalls wiederholen. Dort war im Mai vergangenen Jahres während des Gottesdienstes ein großes Stück Deckenputz auf eine voll besetzte Kirchenbank gefallen. Fünf Menschen wurden dabei verletzt.

Ähnliches geschah vor zwei Jahren in der St.-Ulrich-Kirche in Seeg (Ostallgäu). Dort platzte ein Teil des Deckenfreskos ab, zu Schaden kam aber niemand. Seit Dezember ist die Kirche in Waltenhofen wieder für Gottesdienste geöffnet – ansonsten bleiben die Türen aber weiter geschlossen. Im Inneren füllt jetzt ein Gerüst den Kirchenraum aus. Es sichert die Decke ab, damit kein Putz abbröckeln kann.

'Die Kirchenpfleger bemühen sich, das Gotteshaus trotzdem ansprechend zu gestalten', sagt Pfarrer Roland Buchenberg. Aber natürlich sei das Ganze eine erhebliche Einschränkung. 'Dass sich Teile von Kirchendecken lösen, hat es immer wieder gegeben. Diese Fälle treten derzeit nicht gehäuft auf', sagt Dr. Karl-Georg Michel, Sprecher des Bistums Augsburg. Sicherheitsprüfungen sollen solche Vorfälle vermeiden. Dennoch: 'Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht.'

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