Hattrick wäre echt eine tolle Sache

Memmingen (swa). - Geschichte schreiben möchte im Motorrad-Bahnsport Robert Barth aus Dickenreishausen bei Memmingen: Er will zum dritten Mal in Folge Weltmeister auf der Langbahn werden. 'Das hat bisher noch keiner geschafft', weiß der 35-jährige Betriebsschlosser, 'dass der Hattrick echt eine tolle Sache wäre'. Unter Druck will sich Barth allerdings nicht setzen. Das Ziel des Titelverteidigers ist es zunächst erst einmal die Grand-Prix-Serie zu erreichen. Für diese fünf Rennen mit dem WM-Finale am 6. November in Neuseeland muss er sich am 23. Mai in Parchim qualifizieren. 'Momentan bin ich noch etwas müde, aber ich bin sicher, dass sich das schon bald ändert'. Schon am Ostersonntag steht für Barth die erste Herausforderung in dieser Saison an. Im niederbayerischen Pocking beginnt um 14 Uhr ein Sechs-Länderkampf im Speedway. Zwar will der Unterallgäuer auf der kurzen Bahn nach wie vor kürzer treten, doch kommen immer wieder Veranstalter auf ihn zu, die ihn 'ködern' wollen. So auch nun in Pocking, wo die deutsche Mannschaft mit Robert Barth und Gerd Riss aus Bad Wurzach gleich zwei Weltmeister sowie mit Herbert Rudolph aus Pilsting den Vize-Europameister auf der Grasbahn aufbietet. Viele sehen das deutsche Team in der Favoritenrolle, doch Barth glaubt eher 'an eine gute Außenseiterchance'. Gegner sind die Teams aus Dänemark, Österreich, Ungarn, England und Tschechien.

Seine Form kann Barth noch schlecht einschätzen. Steckt er doch noch immer erst in den Vorbereitungen. Dazu zählt auch, dass er erstmals eine dritte Maschine aufbaut,' um für alle Fälle zumindest maschinell gerüstet zu sein'. Ein Eisspeedway-Rennen in Unna und einen Wettbewerb im italienischen Lonigo benützte der Memmingen sozusagen 'zum Aufwärmen'. An Ostern geht es in Pocking erstmals 'richtig zur Sache'. Ob Barth auch heuer in der Speedway-Bundesliga fährt, ist momentan noch nicht abzusehen. Er steht mit seinem bisherigen Team in Güstrow, mit dem er die beiden zurückliegenden Jahre deutscher Meister war, ebenso in Kontakt wie mit Parchim (hier ist Joachim Kugelmann aus Rettenbach am Auerberg unter Vertrag) und mit Olching. 'Am liebsten wäre mir Olching, weil ich da näher zu meiner Heimat hätte, aber da gibt es noch einige Probleme', verweist er auf die bisherigen Gespräche. Schwierigkeiten bereitet dem Unterallgäuer auch die Sponsorensuche. 'Ich habe dafür eine Menge Zeit investiert, aber ich war nicht mallzu erfolgreich', gibt Barth zu verstehen, 'dass sich heutzutage selbst ein zweifacher Weltmeister in Geldangelegenheiten sehr schwer tut'. Er lässt sich aber nicht unterkriegen: 'Ich muss mich halt durchkämpfen'. Neben der Langbahn-Weltmeisterschaft und der deutschen Speedway-Mannschaftsmeisterschaft hat Barth noch einen dritten Titel zu vertedigen: Die deutsche Meisterschaft auf der Langbahn. Er wird also auch heuer wieder stark gefordert sein. Ob er will oder nicht. Er weiß dies auch, doch aus der Ruhe lässt er sich deshalb nicht bringen. 'Wichtig ist erst einmal,, dass ich gesund bleibe'.

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