Füssen behält Punkte aus Skandal-Derby

Kaufbeuren l mib/mer l Eishockey-Oberligist ESV Kaufbeuren hat überraschend seinen Einspruch gegen die 0:5-Wertung des abgebrochenen Skandal-Derbys vor zwei Monaten beim EV Füssen zurückgezogen. Damit wird auch der für morgen, Freitag, angesetzte Verhandlungstermin hinfällig. Der stellvertretende ESVK-Vorsitzende Andreas Settele erläutert die Entscheidung mit der 'mangelnden Perspektive auf Erfolg'.

Die Heimpartie des EVF war am 21. Dezember beim Stand von 6:3 für Füssen abgebrochen worden. Der Grund dafür war, dass ESVK-Fans unablässig Gegenstände aufs Eis geworfen hatten. Die Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft (ESBG) wertete die Partie daraufhin mit 5:0 für Füssen. Damit wiederum wollten sich die Kaufbeurer nicht abfinden, da ihrer Meinung nach mangelnde Sicherheitsvorkehrungen des Hausherren zum Abbruch beigetragen hätten. Also stellte der ESVK den Antrag auf ein so genanntes Nachprüfverfahren.

Auf eine Verhandlung vor dem Spielgericht des Deutschen Eishockey-Bundes ließ es der ESVK jetzt aber nicht ankommen. 'Wir haben ausführlich mit Leuten bei der ESBG gesprochen, die meinten, dass die Umstände kein Wiederholungsspiel rechtfertigen würden', so Settele. 'Vielleicht hätte es eine Ermahnung für Füssen gegeben, aber das hätte uns nichts genützt.' Somit sparte sich der Verein die Kosten für die teure Verhandlung.

Auf die Frage, wieso der ESVK dann überhaupt Einspruch eingelegt hatte, antwortet Settele: 'Wir wollten damit zeigen, dass wir es für bedenklich halten, wenn wegen eines angeblichen Fehlverhaltens auswärtiger Fans ein Spiel für die Heimmannschaft gewertet wird.' Die Kaufbeurer hoffen, dass bei der ESBG darüber diskutiert wird und wollen hier noch einmal nachhaken.

Tiedge fühlt sich bestätigt

Alles andere als überrascht vom Kaufbeurer Rückzieher ist der geschäftsführende Vorstand des EV Füssen, Jürg Tiedge. 'Wenn es - wie vor Wochen vom ESVK behauptet - stichhaltige Gründe gegeben hätte, dann hätten die Verantwortlichen ihren Antrag sicher nicht zurückgenommen', so seine Einschätzung. Tiedge hatte den Einspruch stets sehr gelassen gesehen und fühlt sich jetzt bestätigt.

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