Freie Waldorfschule Kempten legt ihren Namen ab

Kempten | dam | Der Streit um den Namen der Freien Waldorfschule Kempten ist beendet. Die Einrichtung und der Bund der Freien Waldorfschulen haben ihre jahrelange Kontroverse nun außergerichtlich beigelegt. Hintergrund des Namensstreits waren - wie mehrfach berichtet - Differenzen über die Auslegung der Waldorf-Pädagogik. Vor der Einigung war bereits ein Gütetermin beider Parteien gescheitert und es drohte eine gerichtliche Auseinandersetzung.

Die Kemptener Schule teilte mit, dass sie ihren bisherigen Namen Freie Waldorfschule ablegen werde. Die Einrichtung wolle sich «einen aus ihrer 35-jährigen Entwicklung erwachsenen neuen Namen geben, in welchem sie ihr Verhältnis zur Erziehungskunst Rudolf Steiners zum Ausdruck» bringen werde. In diesem Zusammenhang sei eine Übergangsfrist bis zum 31. Juli 2009 vereinbart worden.

Beim Bund der Freien Waldorfschulen zeigte man sich erleichtert über die erzielte Einigung. «Wir sind sehr froh, dass bei den Kemptenern ein Umdenken stattgefunden hat und das ganze Thema nicht noch einmal vor Gericht aufgerollt werden muss», sagte Justiziar Martin Malcherek. Nach Angaben von Malcherek habe sich die Einrichtung verpflichtet, den Namen Waldorfschule künftig nicht mehr zu verwenden.

Damit sei ausgeschlossen, dass die Kemptener Schule in Zukunft mit dem Bund Freier Waldorfschulen und der durch ihn vertretenen Einrichtungen in Verbindung gebracht werde, sagte Malcherek.

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