Macau / Wiggensbach
Franz Engstler hat Glück im Unglück

Dramatisch verlief für den Wiggensbacher Rennfahrer Franz Engstler (48) das Saisonfinale der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) im chinesischen Macau. Obwohl er kurz vor Schluss des letzten WM-Rennens bei einem Unfall verletzt wurde, belegte der Oberallgäuer in der WM-Gesamtwertung den dritten Platz. Im Abschluss-Lauf wurde er trotz der Karambolage als Zweiter gewertet.

Der Stadtkurs in Macau ist bekannt für seine Enge und tückische Kurven - und genau dies wurde Engstler zum Verhängnis. Der Allgäuer hatte im ersten Lauf Platz vier belegt und sich im zweiten bereits auf Platz zwei der Privatfahrer vorarbeiten können, als ein vorrausfahrendes Fahrzeug in die Leitplanke einschlug und danach wieder auf die Strecke geschleudert wurde. Engstlers BMW wurde von dem Fahrzeug getroffen und blieb auf der Strecke liegen. Da die Unfallstelle in einer der engen Kurven lag, sah ein nachfolgender Fahrer den Unfall zu spät und konnte nicht mehr ausweichen - er raste in das Auto von Franz Engstler und katapultierte den BMW in die Luft. Dabei wurde Engstler aus dem Auto geschleudert. «Franz lag am Boden, war aber schnell wieder ansprechbar», berichtet Teammanager Kurt Treml.

Der Wiggensbacher musste zur Untersuchung ins Krankenhaus, wurde jedoch schnell wieder entlassen. Er hatte Glück im Unglück: ein gebrochenes Schlüsselbein und einige Prellungen. «Ich erinnere mich selber nicht genau an den Unfallhergang, aber ich hatte wohl mehr als einen Schutzengel», sagt Engstler.

Trotz des Schrecks hatte der Teamchef in Macau auch Grund zur Freude: Neben seinem eigenen dritten Platz gab es auch Rang drei in der Teamwertung. Zudem belegte der Däne Kristian Poulsen, der heuer erstmals die gesamte WTCC-Saison für Engstler fuhr, in der Gesamtwertung auf Platz sechs.

Erfolgreiche Gastfahrer

Neben den beiden Stammfahrern setzte der Allgäuer Rennstall drei weitere BMW in Macau ein. Am Steuer waren die Einheimischen Jo Merszei, Henry Ho und Liu Lic Ka. «Die Drei haben Nervenstärke bewiesen und ein gutes Rennen absolviert», so Manger Treml.

Die neue Saison startet im März 2010 in Brasilien.

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