Kempten / Allgäu
Exportverbot von ungeimpften Tieren

Die Impfpflicht gegen die Blauzungenkrankheit wurde zur Freude vieler Bauern zum 1. Januar dieses Jahres aufgehoben. Doch wenn ein Landwirt sein Vieh nicht impft, hat er schlechte Karten auf dem Exportmarkt. «Nach dem derzeitigen Stand der Veterinärsauflagen anderer Länder kann man ungeimpfte Tiere nicht exportieren», weiß Christoph Busch, Verbandsverwalter der Allgäuer Herdebuchgesellschaft Kempten. Wer am Verkauf teilnehmen möchte, hat laut Busch ohne Impfung keine Chance am Markt teilzunehmen.

Um die enorme Viehdichte in der Region zu reduzieren, müsse jedoch ein großer Teil der heimischen Rinder exportiert werden. «Das Allgäu ist eine Überschussregion. Wir sind auf den Export in andere Gebiete im Inland und in das Ausland angewiesen, um den Überschuss auszugleichen», erklärt Busch.

Die Veterinärsauflagen anderer Länder werden sich, was die Blauzungenimpfung angeht, seiner Meinung nach in absehbarer Zeit auch nicht ändern. «Wer nicht impfen lässt, riskiert die Marktpreise. Im aller schlimmsten Fall könnten die Märkte sogar irgendwann zusammenbrechen», sagt Busch.

Auch Nachzucht betroffen

Auch der Nachwuchs von nicht geimpften Rindern sei von den Veterinärsauflagen betroffen und wird nicht ohne Weiteres von den anderen Ländern angenommen. Die Mutterkuh müsse mindestens 14 Tage vor der Kalbung einen vollständigen Impfschutz aufweisen. «Erst drei Monate nach der Geburt könnte die Nachzucht sonst selbst geimpft werden, um immun zu sein», sagt Busch. (jb)

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