Bad Hindelang-Oberjoch
Europacup als großes Finale

Als Höhepunkt und Finale der ersten deutschen Freestyle-Wochen kam es am Sonntag zu einem deutsch- deutschen Duell in der Buckelpiste beim Parallelfinale der Skiakrobaten. Spektakuläre Sprünge gab es am Oberjoch von allen der insgesamt 106 Europacup-Teilnehmer zu sehen. Wenn Freestyler in einer 26 Grad steilen Buckelpiste Schwung nehmen, um sich über die Kicker (Schanzen) in die Lüfte zu Schrauben um Backflips, Schraubensaltos oder Helis (360 Grad) zu springen und danach in der Buckelpiste die nächste Schanze anfahren, dann kommen spektakuläre «Stunts» heraus. Damit noch nicht genug - dies geschieht alles auch noch gegen die Uhr. In knapp 27 Sekunden waren die einzelnen Durchgänge vorbei.

Die Sportsoldatin Katharina Förster (21) von der RG Weiler-Simmerberg schaffte es beim Parallel-Wettbewerb ins Finale. Hier geht es im Gegensatz zum Einzel im direkten Duell gegen die Kontrahentinnen, wobei sich Förster zunächst gegen die Einzel-Siegerin Marina Kaffka (22/SC Gaißach) durchsetzte und im Finallauf Weltcup-Teamkollegin Laura Grassemann (17/SC Wiesloch) besiegte. Wobei Förster ihre Taktik komplett ändern musste, da sie aufgrund ihres kürzlichen Sturzes beim Weltcup in Deer Valley (USA) von Bundestrainer Enno Thomas die Vorgabe erhielt, auf die höher bewerteten Überkopfsprünge zu verzichten. «Ich spüre schon noch die Prellung, gerade unter Belastung», begründete Förster die Entscheidung. Im Einzel war Förster auf den sechsten Platz gefahren.

Allgäuer gut platziert

Bei den Männern fuhr der Pfrontener Manuel Brambrink (21) im Einzel als bester Allgäuer ins Finale, verbesserte sich dort noch und holte schließlich den elften Platz. Im Parallel-Rennen wurde er 39.

Welche Energie in der olympischen Disziplin Ski-Freestyle steckt, zeigte Andreas Bucher (16/SC Marktoberdorf) eher unfreiwillig, als er bei einem Sturz an der Schanze seine beiden Ski komplett zerlegte. Er viel dadurch auf den 57. Platz zurück. Bucher verzichtete daher auf einen Start beim Dual-Rennen. Die frischgebackene bayerische Meisterin Florina Schwanke (15/SC Marktoberdorf) fuhr im Einzel bei ihrem Europacup-Debüt auf den 30. Platz. Teamkollegin Chiara Neujahr (17/SC Halblech) wurde 33. Am Sonntag verbesserte sich Schwanke auf Platz 23, Neujahr auf Rang 26.

Lob vom Präsidenten

Neben einigen Präsidenten von Landes-Skiverbänden und Herbert John, dem Chef des Allgäuer Skiverbands (ASV), machte sich auch DSV-Präsident Alfons Hörmann (Sulzberg) persönlich ein Bild vom Abschluss der Freestyle-Wochen und lobte das Ereignis ausdrücklich. Ein positives Resümee zogen auch die Initiatoren vom ASV-Ski-Freestyle-Team. Den einzelnen Veranstaltern der nationalen und internationalen Veranstaltungen (darunter auch der SC Marktoberdorf), die u. a. von den Bergbahnen Hindelang-Oberjoch unterstützt wurden, bescheinigte Mitinitiator Werner Weber (Tiefenbach), Freestyle-Sportwart im Bayerischen Skiverband, «gute Arbeit».

Insgesamt wurden sieben Events in 14 Tagen umgesetzt. Weber: «Das Motto der Freestyle-Wochen ,Breitensport trifft Leistungssport wollen wir auch nächstes Jahr weiterschreiben.»

www.FreestyleWochen.dewww.ski-freestyle.info

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2019