Erholung mit der Ganzkörper-Packung

Steibis(ell). - Wenn ihre Freunde sie als 'Königin der Schrothkur' begrüßen, zeigt Barbara Rudnik ihr strahlendes Lächeln: Die 45-jährige Schauspielerin mit hoher Film- und Fernsehpräsenz verbringt gerade zum dritten Mal ihren Urlaub im Hotel 'Himmel auf Steibis' im Oberstaufner Ortsteil und absolviert eine modifizierte Form der Schrothkur. Dabei geht es der attraktiven Blonden mit den blau-grünen Augen weniger um ihre ohnehin sehr gute Figur. Die Erholung und die Kraft vielmehr, die sie vor allem aus den Ganzkörper-Packungen am frühen Morgen um vier Uhr schöpft, haben es der Münchnerin angetan. Vor über 20 Jahren schon hat Barbara Rudnik zusammen mit Gerd Silberbauer auf den Brettern der Münchner Off-Bühne Shakespeares Antonio und Cleopatra gespielt, der Schroth-Fan hat sie dann später für die regelmäßigen Steibis-Urlaube im Januar gewonnen. Die Kur hat übrigens noch eine spezielle Wirkung: Die auf der Leinwand so kühl anmutende Blonde zeigt ihr wildes Temperament.

Weil die acht- bis zehnköpfige Freundesrunde bei ihren Kuren allzu gern über all die leckeren Sachen spricht, die sie derzeit nicht essen darf, hat sie beim Aufenthalt in Steibis vor einem Jahr eine Strafe von einem Euro festgelegt für jeden, der die anderen mit Schwärmereien über verbotene Delikatessen quält. Eines Abends jedoch 'rastete' Barbara Rudnik selbst aus: Sie warf wütend einen Zehn-Euro-Schein auf den Tisch, rief: 'Jetzt rede ich nur vom Essen' - und ratterte ohne Punkt und Komma ein lukullisches Rezept nach dem anderen runter. Auf eigene Faust hat die Schrothkur in Steibis Dr. Volker Mauersberger entdeckt und nach und nach Freunde und Bekannte aus 'seiner' Bonner, Kölner und Berliner Fernseh-, Radio- und Zeitungswelt zum Mitkommen animiert. Der jahrelange Auslandskorrespondent der ARD in Madrid und Autor des Buchs 'Hitler in Weimar' hat die 'Münchner' Schauspiel-Szene in Steibis kennen gelernt, jetzt kuren sie immer zusammen. Was er an der Runde besonders schätzt: Alle haben mit Film und Fernsehen zu tun. Das Fachsimpeln am Tresen kann dann schon mal dazu führen, dass die Packerin morgens um vier den ein oder anderen 'Patienten' nicht von seinem Zimmer, sondern an der Theke abholt.

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