Empfindlicher Schlag gegen die Rauschgift-Szene

Obergünzburg (dam). - Der Kriminalpolizei Kempten ist ein empfindlicher Schlag gegen die Rauschgiftszene in der Region gelungen. Nach mehrmonatigen Ermittlungen nahm die Kripo nun eine Bande von insgesamt drei Drogendealern fest, die über mehrere Jahre im Allgäu mit Kokain und Haschisch gehandelt haben sollen. Zwei der Verdächtigen stammen aus dem Ostallgäu. Bei einer Hausdurchsuchung stellten die Ermittler unter anderem rund sechs Kilogramm Haschisch sicher. Mehrmonatige Ermittlungen von Kripo und Staatsanwaltschaft Kempten im Drogenmilieu führten nun zur Festnahme der zwei Allgäuer Rauschgifthändler und einem Hintermann aus Berlin. 'Damit ist uns ein empfindlicher Schlag gegen die Drogenszene im Allgäu geglückt', sagte der Chef der Kemptener Kriminalpolizei, Albert Müller. Bei den Verdächtigen aus dem Ostallgäu handelt es sich um einen 49-jährigen Arbeitslosen aus Obergünzburg und dessen 46-jährige Lebensgefährtin. Nach den Ermittlungen der Polizei sollen die beiden Obergünzburger seit dem Jahr 2002 die Allgäuer Rauschgiftszene mit Haschisch und Kokain versorgt haben.

Die Drogen kaufte das Paar offenbar in Berlin von einem 52-Jährigen. Zudem brachte der Kaufmann aus Berlin vermutlich bei Kurierfahrten mit seinem eigenen Wagen kiloweise Drogen ins Allgäu. Nach der Rückkehr des 49-Jährigen von einem erneuten Berlin-Aufenthalt nahm die Polizei alle drei Verdächtigen fest. Bei seiner Verhaftung trug der Obergünzburger zehn Gramm Kokain bei sich. Im Rahmen einer anschließenden Hausdurchsuchung stellten die Ermittler rund sechs Kilogramm Kokain sicher, bei dem Lieferanten in Berlin wurden zudem etwa eineinhalb Kilogramm verkaufsfertig abgepacktes Marihuana gefunden. Das sichergestellte Rauschgift hat laut Kripo einen Straßenverkaufswert von rund 60000 Euro. Ermittlungen der Polizei bestätigten den Verdacht, dass der 49-jährige Obergünzburger bereits kurze Zeit nach Verbüßung einer achtjährigen Freiheitstrafe wegen versuchten Totschlags mit dem Rauschgifthandel begonnen hatte. Seine Lebensgefährtin unterstützte ihn dabei. Derzeit befindet sich der Mann in Untersuchungshaft. Haftbefehle gegen die 46-Jährige und den Berliner Lieferanten wurden in der Zwischenzeit gegen Auflagen wieder aufgehoben.

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