Immenstadt
Druck und Internet enger verzahnen

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Ein feierliches Jubiläum, eine neue Unternehmensstruktur, hohe Auszeichnungen und stabile Zahlen trotz der Krise: Bei Eberl Medien in Immenstadt (Oberallgäu) ist man zufrieden mit diesem Jahr. Das Medienhaus hat heuer Millionen in neue Technik investiert. 2010 will Eberl neue Wege gehen. Zum einen mit einer engeren Verzahnung seiner Print- und Online-Aktivitäten. Zum anderen mit einer Kompaktversion Eberl-typischer Dienstleistungen für Unternehmen und Vereine aus der Region: Ihnen bietet man unter dem Titel «Eberl Regio» Werbung über Zeitung, Druck und Internet aus einer Hand an.

In der Unternehmensführung betrat man bereits heuer Neuland: Ernst Gärtner - seit zwei Jahren bei Eberl - wurde neben Ulrich Eberl zum weiteren Geschäftsführer der Druckerei bestellt. Der Österreicher, erster familienfremder Geschäftsführer der Unternehmensgeschichte, betont die Stellung von Eberl als «besonders lösungsorientierte Druckerei» mit einer «hohen Zuwendung zum Produkt». Alleine 27 Geschäftsberichte, die «Königsdisziplin der Akzidenz- Druckbranche», produzierte Eberl in diesem Jahr. Seit Jahren hohe Auszeichnungen gewohnt, heimste man heuer bei den Innovationspreisen der Deutschen Druckindustrie einen ersten, zweiten und dritten Platz ein.

Unternehmen seit 150 Jahren

Eberl Medien besteht seit 150 Jahren: Seit 1859 erscheint als Heimatzeitung im südlichen Oberallgäu das Allgäuer Anzeigeblatt, das Eberl inzwischen in Kooperation mit dem Allgäuer Zeitungsverlag herausgibt. Das Jubiläum feierten Zeitung und Medienhaus heuer mit zahlreichen Veranstaltungen - und mit einem völlig neuen Auftritt (siehe Infokasten). Jüngstes Kind des Hauses ist Eberl Online, das Internet-Dienstleistungen vor allem für touristische Kunden anbietet - von namhaften Kurorten wie Bad Wörishofen bis zu überregionalen Verbänden wie «Urlaub auf dem Bauernhof»: Den Landesverband Baden-Württemberg betreut Eberl seit Jahren, nun hat man den bayerischen Verband dazu gewonnen.

Bei alldem spürt man die Krise «deutlich», wie Eberl sagt. Aber die Bilanz sei gesund, gegen den Branchentrend hat Eberl nur geringe Umsatzverluste wegstecken müssen. Eine «gewisse Krisenerfahrung» habe man bereits vor Jahren aufgebaut und sich heuer «frühzeitig ausgerichtet» und trotz Krise investiert: Nach einem guten ersten Quartal fiel die Entscheidung, 2,2 Millionen Euro für eine neue Heidelberger-Druckmaschine Sechs-Farben XL mit Lackiereinrichtung auszugeben.

2010, sagt Eberl, werde nicht in «Schwermetall» investiert, sondern «in unsere Leute». Auch hier nehme man gegen den Trend Geld für die Personalentwicklung in die Hand. Wenn die Konjunktur wieder anzieht, brauche das Unternehmen seine Mannschaft in Topform.

«Ein gutes Miteinander» bestätigt Betriebsratsvorsitzende Hanne Hartmann-Endt: Keine Kurzarbeit, keine Entlassungen im Krisenjahr, stellt sie anerkennend fest - freilich liege das vor allem auch am «wahren Kapital des Unternehmens»: flexiblen Mitarbeitern, die auf einiges verzichten.

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