Der Trainer steht nicht in Frage

Kaufbeuren(ses). - 'Ein 1:14 braucht man nicht zu kommentieren. Dieses Ergebnis spricht für sich', sagte der Präsident des ESV Kaufbeuren, Bernhard Pohl, nach dem Debakel des vergangenen Wochenendes. 22 Gegentore kassierte der Eishockey-Zweitligist in zwei Spielen. Dabei sahen die Kaufbeurer im Freitagsspiel gegen die Straubing Tigers zunächst noch wie Sieger aus. Nach dem ersten Drittel noch in Führung, knüpften die Joker auch im letzten Spielabschnitt an die Leistung des Startdrittels an. Doch der Zug war bereits nach einem schwachen Mitteldrittel beim Stand von 3:7 abgefahren. ESVK-Trainer Sergej Svetlov erklärte nach der Partie, seine Mannschaft habe im starken Startabschnitt zu viel Kraft gelassen. Zudem haderte der Übungsleiter auch mit der Leistung der Schiedsrichter: 'Die Fehlentscheidungen waren der Knackpunkt.' Doch auch die Linie im Spiel des ESVK fehlte. Spätestens zu dem Zeitpunkt, als die Straubinger ihren Rhythmus gefunden hatten, vermissten die ESVK-Fans ein erkennbares System im Spielaufbau der Joker.

Negativrekord Am Sonntag beim SC Bietigheim-Bissingen folgte dann der Negativrekord seit dem Neuanfang des ESVK in der Regionalliga 1998. 'Wir hatten enorme Aufstellungsprobleme', versuchte Präsident Pohl die 1:14-Klatsche zu erklären. Neben Frank Appel, Sebastian Schlegel, Tobias Hubner und Martin Schweiger fehlte auch Patrick Yetman. Zudem musste Florian Bindl bereits nach zwölf Minuten verletzt vom Eis. Torhüter Martin Cinibulk, der gegen Straubing nach 27 Minuten entnervt vom Eis ging, war gar nicht erst mit angereist, sodass Alexander Lerchner das Joker-Tor hütete. Und der konnte einem richtig leid tun. Die Hintermannschaft erwischte einen rabenschwarzen Tag und ließ in 60 Minuten ganze 65 Torschüsse der Gastgeber zu. 'So kurz vor der Abstiegsrunde wird einfach nicht mehr das Letzte gegeben', äußerte sich Pohl zu den möglichen Ursachen des Debakels. Sieben Spiele bleiben dem ESVK nun noch, um wieder genügend Selbstvertrauen für die bevorstehende Abstiegsrunde zu tanken. Pohl: 'Man sollte sich nicht in Sicherheit wägen, aber auch nicht in Panik verfallen.' In der Trainerfrage stärkt Pohl indessen Svetlov weiterhin den Rücken. Auch nach der schlechten Vorstellung des ESVK in den beiden vergangenen Spielen sieht der Präsident keinen Handlungsbedarf im Hinblick auf eine erfolgreiche Mission 'Klassenerhalt'. 'Sergej Svetlov verlässt den Verein am Ende der Saison. Wer sollte denn an seiner Stelle in der Abstiegsrunde an der Bande stehen?' Pohl nimmt hingegen die Mannschaft in die Pflicht und erwartet in den Spielen gegen Regensburg und Crimmitschau am kommenden Wochenende eine 'vernünftige sportliche Leistung'. Das sei man den Zuschauern schuldig.

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