Der Blick geht endgültig nach unten

Von unserem Redaktionsmitglied Mischa Miltenberger, Kaufbeuren - Für Sergej Svetlov ist klar: Dem ESV Kaufbeuren fehlt momentan einfach das nötige Glück für Erfolge in der 2. Eishockey Bundesliga. 'Zurzeit haben wir das Pech einfach auf unserer Seite', beklagte sich der ESVK-Trainer nach der 3:4-Heimniederlage gegen Landshut. Dabei vergaß er zu erwähnen, dass nur aufgrund größerer Nachlässigkeiten der Niederbayern die Joker überhaupt noch einmal in ein Spiel gekommen waren, bei dem sie bis zur 51. Minute nichts zu melden hatten. Ohne den nötigen Elan und ohne sichtbares Konzept rannte sie hilflos gegen die defensiv starken Landshuter an. Die Folge: Die Gäste steuerten dank ihrer cleveren Chancenverwertung lange einem ungefährdeten Sieg entgegen. Da die Paradereihe der Hausherren mit Smith, Maske und Yetman von den 'Cannibals' fast vollständig aus dem Spiel genommen wurde, waren Kaufbeurer Chancen - einmal abgesehen von den Schlussminuten - an diesem Abend ein rares Gut. 'Das sind auch nur Menschen, die Tage haben, an denen nichts funktioniert', sagte Svetlov und nahm damit seine Topscorer in Schutz. Am Sonntag beim EV Duisburg durften die drei nicht mehr zusammen in einer Formation auflaufen.

Der Coach hatte Thorsten Rau als Linksaußen zu den beiden Kanadiern beordert. Dieser fand dort allerdings keine Bindung genauso wie Ervin Masek im ersten Sturm zu Patrick Reimer und Kimmo Ruohola. So blieben nur Patrick Yetman und Buddy Smith, die wieder fast wie gewohnt wirbelten und für gefährliche Aktionen sorgten. Aber auch drei Yetman-Treffer waren letztlich zu wenig, um die 4:6-Niederlage bei den 'Füchsen' zu verhindern. Denn die Hintermannschaft inklusive Torwart Martin Cinibulk erwischte einen rabenschwarzen Tag und lud die Duisburger fast zum Toreschießen ein. 'Immer wieder unterlaufen uns individuelle Fehler', sagte Svetlov nach der Partie. 'Heute war Martin Cinibulk nicht gut drauf.' In der Tabelle muss sich der Blick nun endgültig nach unten richten, auch wenn Svetlov dies lange nicht wahrhaben wollte. Denn sogar der Zwölfte Bad Tölz ist schon bis auf einen Punkt an die Kaufbeurer herangerückt. 'Nicht schlechte Spiele, sondern die vielen Niederlagen schaden unserem Selbstbewusstsein', bilanzierte der Coach nach der Begegnung in Duisburg. Gegen die Tabellennachbarn Heilbronn und Tölz hat der ESVK am kommenden Wochenende die Chance, etwas vom Selbstbewusstsein zurückzugewinnen. Eishockey- Nachlese

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