Das Kirchturmdenken landet in der Schublade

Füssen/Ostallgäu (hs). - 'Fast so einmalig wie unser Schloss Neuschwanstein' ist für den Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut die Zusammenarbeit von zehn Kommunen entlang des letzten noch fehlenden A7-Teilstücks zwischen Nesselwang und Füssen. Die zehn Orte wollen einen Zweckverband gründen, um Zukunftsprojekte anzupacken. Als erste Vorhaben sind eine A7-Rastanlage bei Nesselwang und ein interkommunales Gewerbegebiet bei Füssen vorgesehen. Wann die A7 einmal fertig gestellt sein wird, ist angesichts der Probleme mit der Lkw-Maut noch offen. Doch steht schon jetzt fest: Die Autobahn wird kommen und damit eine Vielzahl an Folgewirkungen für die an der Trasse liegenden oder in deren Einflussbereich befindlichen Kommunen.

Um die mit der A7 verbundenen Chancen zu maximieren und die Probleme zu minimieren, taten sich vor knapp einem Jahr die zehn Orte, der Landkreis Ostallgäu und die Direktion für ländliche Entwicklung in Krumbach zusammen, um mit dem Büro 'Lars consult' ein Regionalkonzept A7 zu entwickeln. Gestern nun legte man die ersten Ergebnisse vor. Wichtigster Punkt: Die Kommunen wollen künftig eng zusammenarbeiten und gemeinsam die Entwicklung der Region fortschreiben. Das Kirchturmdenken der Vergangenheit sei passé, meinte Fleschhut. Laut dem Landrat ist der für Mitte des Jahres geplante Zusammenschluss in einem Zweckverband in dieser Form einmalig in Deutschland. Zwei Projekte will man zunächst anpacken: An der A7 bei Nesselwang soll bis 2007 eine Rastanlage entstehen, in der auch die touristische Werbetrommel für das Ostallgäu gerührt wird. Zudem plant der Zweckverband ein interkommunales Gewerbegebiet in Füssen, um im Zuge der A7-Fertigstellung mehr und qualitativ höherwertige Arbeitsplätze ins Ostallgäu zu holen. Auch für weitere interkommunale Projekte wird der Zweckverband offen sein.

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