CSU-Chef Huber: Türkei kein europäisches Land

Kaufbeuren |oll| Der CSU-Vorsitzende Erwin Huber hat die jüngsten Äußerungen des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan bei seinem Deutschlandbesuch scharf kritisiert. Erdogan habe 'türkischen Nationalismus gepredigt', sagte Huber auf der Landesversammlung der Union der Vertriebenen und Aussiedler (UdV) in Kaufbeuren. Türkischsprachige Schulen in Deutschland seien 'Gift für die Integration und bedeuteten Abkapselung in Klein-Türkei.' Huber forderte: 'Die Fortführung der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei müssen auf den Prüfstand. Die Türkei ist kein europäisches Land.'

Die Landesversammlung der UdV stand unter dem Motto 'Heimat verbindet'. In seiner mit Begeisterung aufgenommenen Grundsatzrede ging Huber vor allem auf die 'christlich sozialen Werte' und den europäischen Einigungsprozess ein. Bereits in der Charta der deutschen Heimatvertriebenen von 1950 hätten diese ihre Vision von einem 'geeinten Europa, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können' zum Ausdruck gebracht, sagte Huber.

'Große Symbolkraft'

Vom Tagungsort Neugablonz gehe eine 'große Symbolkraft' aus. Er stehe für die 'Tatkraft und Aufbauleistung der vertriebenen Deutschen'. Diesen bescheinigte er, einen 'erheblichen Anteil am Aufstieg Bayerns vom Agrarland zum High-Tech-Standort' beigetragen zu haben. 'Bayern wäre ohne seine Mitbürger aus den Vertreibungsgebieten nicht das, was es heute ist.' Die Vertreibungen sah der CSU-Chef als 'zentralen Bestandteil der Geschichte unseres Volkes'. Darum habe sich die Landesregierung dafür eingesetzt, dass 'als sichtbares Zeichen, im Geiste der Versöhnung in Berlin ein Zentrum gegen Vertreibungen' eingerichtet wird.

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