AZ-Sommeraktion
Bergwandern: Bergführer Andi Tauser gibt Tipps

Andreas Tauser, Bergführer Oberstdorf
  • Andreas Tauser, Bergführer Oberstdorf
  • Foto: Michael Munkler
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Am Samstag startet die 13. Outdooraktion unserer Zeitung. Unter dem Motto „Auf geht´s – wandern und gewinnen“ locken in diesem Sommer acht Ziele: in den Bergen, an Seen und – natürlich – auf Hütten. Wer will, kann bei einigen Touren eine Bergbahn zur Hilfe nehmen, zu Fuß hinauflaufen oder per Fahrrad hochfahren. Hauptpartner der Wanderaktion sind in diesem Jahr wieder die Meckatzer Löwenbräu und Mineralbrunnen Krumbach.

Wer einen der vielen Preise im Gesamtwert von über 4.000 Euro gewinnen will, muss mindestens drei der vorgeschlagenen Touren absolvieren und an mindestens drei Stationen die entsprechenden Felder auf der Zeitungsseite abstempeln. Einsendeschluss ist erst Ende Oktober. In einigen Tagen erscheint der Aktion-Coupon auch noch als Flyer. Dieser ist dann kostenlos erhältlich – beispielsweise bei Gemeinden und in den Geschäftsstellen und Servicecentern unserer Zeitung.

Zu Beginn der neuen Wandersaison gibt Bergführer und Bergwacht-Mann Andreas Tauser Tipps für erlebnisreiche Touren. Der 55-Jährige ist Chef der Alpinschule Oberstdorf und arbeitet seit 36 Jahren als Bergführer. Er stammt aus einer Oberstdorfer Bergführer-Familie und war viele Jahre lang Einsatzleiter der Oberstdorfer Bergwacht. Welche Tipps Andreas Tauser für wichtig hält:

Schuhe In den vergangenen Jahren ging der Trend immer mehr zu möglichst leichten Schuhen. „Aber sie sollten nicht zu leicht sein“, sagt Tauser. Ganz wichtig: Die Sohle sollte ein gutes Profil haben. Besonders jetzt, wo in den Hochlagen noch ausgedehnte Altschneefelder anzutreffen sind. Trailrunner sind auch im hochalpinen Gelände mit sehr leichten Laufschuhen unterwegs. Allerdings sind sie im Gegensatz zu Gelegenheitswanderern zumeist sehr trittsicher. Wer dazu neigt, mit den Füßen umzuknicken, sollte auf jeden Fall mit knöchelhohen Schuhen gehen.

Handy oder Smartphone werden von manchen Bergwanderern als eine Art Lebensversicherung gesehen – im Notfall kann man ja Hilfe anfordern. Aber: Nicht überall gibt es ein Netz. „Und man sollte daran denken, dass bei Kälte ein Akku schneller leer ist“, sagt Bergführer Tauser. Sein Tipp: „Immer einen Ersatzakku mitnehmen. Er sagt: „Den habe ich immer dabei, denn was nützt ein Handy, wenn es leer ist?“

Rucksäcke „Die meisten sind mit zu viel Gepäck unterwegs“, sagt Tauser. Der Rucksack sollte so leicht wie möglich sein, ohne dass wichtige Dinge vergessen werden. Bergführer Tauser: „Schweres Gepäck zehrt an den Nerven und Kräften.“ Auch bei einer Mehrtagestour sollte der Rucksack bei Frauen maximal sechs bis acht bei Männern sieben bis neun Kilogramm schwer sein.

Regenbekleidung „Dafür lohnt es sich wirklich, etwas mehr Geld auszugeben“, meint Tauser. Vor allem bei plötzlich zurückgehenden Temperaturen und einsetzendem Regen oder Schnee seien Regenjacke und -überhose wichtig, auch als Windschutz.

Teleskopstöcke Richtig eingesetzt, könnten sie ein Hilfsmittel sein, sagt der Alpinexperte. Aber: „Man sollte es nicht übertreiben.“ Auf flachen Wegen könne man darauf verzichten. Wenn, dann sollten sie aber richtig eingesetzt werden. dann könnten sie bei Abstiegen auch die Knie entlasten. Außerdem: „Hände nie in die Handschlaufen“, rät der Bergführer. Das erhöhe die Gefahr, über die eigenen Stöcke zu stolpern.

Tourenplanung Vor allem im Frühsommer auf die häufig nachmittags und abends zunehmende Gewittergefahr achten. Wer auf Nummer sicher gehen will, startet früh.

Hütten-Übernachtungen Weil vor allem in den Ferien viele Wanderer unterwegs sind, sollte man vorher den Übernachtungsplatz buchen.

Trend Weitwanderwege liegen voll im Trend. Aber es muss nicht immer Oberstdorf-Meran über die klassische und manchmal überlaufene E 5-Route sein. „Der Walserweg in Richtung Chur ist eine schöne Alternative“, sagt Tauser. Und auch in den Lechtaler Alpen gebe es noch „ruhige Ecken“

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