Bayern dort, wo andere hinwollen

Weiler (sza). - Europa als Chance begreifen, auch für innere Reformen, dafür warb der bayerische Europaminister Eberhard Sinner (CSU) beim Kornhaus-Seminar in Weiler (Westallgäu). 'In Grenzen grenzenlos' lautete heuer das Thema des alle zwei Jahre in Weiler stattfindenden Kornhaus-Seminars. Knapp ein Dutzend Experten und Wissenschaftler beleuchteten aus historischer Perspektive die Bedeutung von Grenzen. Neben Sinner sprachen unter anderem Rudolf Vogel (Immenstadt) über den Salztransport von Tirol durch das Allgäu oder Richard Theiner von der Südtiroler Landesregierung über das Thema 'Südtirol eine Grenzregion im Aufbruch.' Auch wenn Deutschland noch einige Hausaufgabe machen müsse, sei Bayern auf die Herausforderungen der EU-Osterweiterung gut vorbereitet, sagte Minister Sinner. Der Flughafen München sei längst Drehscheibe für Osteuropa. Und schon vor Jahrzehnten habe Bayern mit vielen osteuropäischen Staaten Regierungskommissionen ins Leben gerufen. Diese enge Zusammenarbeit zahle sich jetzt aus: 'Bayern ist dort, wo andere erst hinwollen.' Allenfalls Österreich könne hier noch mit Bayern konkurrieren. Sinner sprach von einer 'Achse München-Wien', um osteuropäische Märkte zu erschließen, die mit hohen Zuwachsraten locken. Die Erweiterungsrunde setze Deutschland unter Druck und erhöhe damit die Notwendigkeit von überfälligen Reformen, so Sinner.

Beitrittsländer im Vorteil Die Beitrittsländer seien hier allerdings im Vorteil, weil sie nach dem Zusammenbruch des Sozialismus beispielsweise ihr Steuersystem von Grund auf neu gestalten konnten, während hierzulande das bestehende System nur reformiert werde. Der Beitritt der zehn Staaten zur Europäischen Union vor wenigen Monaten bezeichnete Sinner als 'unglaublich spannenden Prozess'.

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