Berlin / Kranzegg
Bayerischer Biergarten fest in Allgäuer Hand

Im Grunde seien die Scheiben zu dick, meint Gebhard Kaiser. Der Oberallgäuer Landrat meint den Leberkäs auf der Grünen Woche. Genauer gesagt: Den Leberkäs, den Anton Rothärmel aus Kranzegg auf der Landwirtschaftsmesse für 6 Euro samt Kartoffelsalat verkauft - ein günstiger Preis auf einer Messe, auf der ein Tässchen Kaffee auch schon mal knapp drei Euro kosten kann. Zumal bei so dicken Scheiben, dass sich Kaiser schon Sorgen macht. Wirt Rothärmel wirkt aber recht gelassen: Schon in den ersten Messetagen ist der von ihm bewirtete Biergarten so gut gefüllt, dass man Mühe hat, einen Platz zu finden.

Wechselnde Gerichte und «Saurer Käs à la Kaiser»

Der Kranzegger «Mohrenwirt» hat vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium den Zuschlag für den Biergarten bekommen, der sozusagen das Herzstück des Bayern-Auftritts in Halle 22b ist. «Mohrenwirt Catering» steht auf der Speisekarte. Aber abgesehen vom neudeutschen Namen ist das Angebot traditionell-bayerisch: Es gibt zum Beispiel Weißwurst, Wurstsalat und wechselnde regionale Gerichte wie Allgäuer Kässpatzen und: «Saurer Käs à la Kaiser», den Namensgeber Gebhard Kaiser, wie es sich für den gelernten Käser gehört, gleich probiert, für gut befindet und seinem Parteifreund Alfons Zeller weiterempfiehlt: Doch der Vorsitzende des «Tourismusverbandes Allgäu/ Bayerisch-Schwaben» winkt ab. Er bleibt erst mal beim Sonthofer «Holzar-Bier».

Doppelt so viel Platz

Das Platzangebot im Bayern-Biergarten ist diesmal doppelt so groß wie in den Vorjahren. Und auch die Biergarten-Optik ist besser getroffen. Vermutlich erklärt sich so auch die starke Nachfrage durch die Besucher.

Ebenfalls authentischer als in den Vorjahren ist der Service: Denn Rothärmel hat seine Kellner und Bedienungen aus dem Allgäu mitgebracht, während früher oft Servicekräfte aus Berlin und dem Umland ins Dirndl gesteckt worden waren. Großes Lob gab es dafür vom Landwirtschaftsministerium, wie Rothärmel berichtet. Wegen dicker Leberkäs-Scheiben machte er sich auch gestern keine Sorgen: «Sensationell» laufe es auf der Grünen Woche. Die Bewerbung hat sich gelohnt - trotz durchaus vorhandener Risiken aufgrund der hohen Messe-Mieten.

Alle zwei Tage kommt der Nachschub aus dem Süden

Mit der Messe-Organisation ist Rothärmel sehr zufrieden: Die Küche, die hinter der Bühne aufgebaut wurde, ist geräumig. In einem Ofen brutzelt der Leberkäs, der als frisches Brät angeliefert wird. Und damit der Gast immer frische Ware aus dem Süden bekommt, wird jeden zweiten Tag nachgeliefert.

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