Bahn: Regio Allgäu für mehr Service

Kempten (mun). - Seit 1. Juli existiert eine neue Unternehmenseinheit bei der Deutschen Bahn, die sich um den Nahverkehr kümmert: Die 'Regio Allgäu'. Deren Geschäftsleiter Heinz Mladek (56) will nach eigenen Worten die Qualität und den Service auf Allgäuer Bahnstrecken verbessern. Bei der Angebotsgestaltung sollten auch die Vorstellungen von Bürgern, Gemeinden und Tourismusbranche mit einbezogen werden. Die neue Nahverkehrs-Einheit 'Regio Allgäu' mit Sitz in Kempten ist eine von neun solcher Untergliederungen im Freistaat. Das Arbeitsgebiet umfasst den Raum von Neu-Ulm bis Oberstdorf, von Lindau bis ins Füssener Land und hinauf nach Buchloe. Das Gesamt-Streckennetz in diesem Gebiet ist 452 Kilometer lang. Regio Allgäu befördert täglich rund 23000 Fahrgäste in 583 Zügen und steuert insgesamt 71 Bahnhöfe an. Zur Qualitätsoffensive gehört nach den Worten von Mladek insbesondere die Verbesserung der Pünktlichkeit. Verspätungen sollen genau analysiert werden, um sie abzustellen. Bei Störungen im Verkehr werden die Kundenbetreuer von Regio Allgäu in Zukunft die Fahrgäste informieren. Mladek: 'Spätestens nach drei Minuten soll es eine Durchsage im Zug geben, auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar ist, was die Ursache für die Störung ist und wie lange sie dauern wird'.

Einsatz von Sonderzügen Regio Allgäu ist als Ansprechpartner vor Ort künftig auch zuständig für den Einsatz von Sonderzügen, beispielsweise bei der Vierschanzen-Tournee oder der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft 2005 in Oberstdorf. Die Philosophie der Bahn sei, dass möglichst viele Entscheidungen auf der regionalen Ebene und mit dem Sachverstand vor Ort getroffen werden, erläutert Bahn-Pressesprecher Franz Lindemair. Schon in einigen Wochen wird ein neues Konzept mit Vergflegungsverkauf (Catering) in einigen ausgewählten Zügen eingeführt. Denkbar ist nach Unternehmensangaben auch eine Ausdehnung des Oberallgäu-Tickets auf einen größeren Raum. In der Nahverkehrs-Unternehmenseinheit Regio Allgäu erbringen 446 Mitarbeiter ihre Dienste - vom Zugbetrieb bis zur Instandhaltung der Fahrzeuge und der Verwaltung. Allein im Werk Kempten sind 110 Mitarbeiter für die Wartung von 120 Lokomotiven und Triebzügen zuständig. Diese Arbeitsplätze gelte es zu erhalten, sagt Mladek. Deshalb müsse man sich dem Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern und Eisenbahnunternehmen stellen. Entsprechend beteilige man sich natürlich auch wieder an Strecken-Ausschreibungen, wie beispielsweise der für den Betrieb der früheren Interregio-Linie Oberstdorf-München-Hof ab dem Jahr 2007.

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