Allgäuer Zungenschlag auf weltweiter Bühne

Von Martin Frei, Hannover - Ce BIT - hinter dieser Abkürzen stand bis zum gestrigen Mittwoch wieder einmal ein Quadratkilometer Computer-Messe in Hannover voller Menschen aus aller Herren Ländern vom rastagelockten Jugendlichen bis zum Manager im feinen Zwirn, und ein buntes Treiben, das wohl dem der Elektroblitze in einem Mikrochip gleicht. Doch zwischen all dem Amerikanisch, Japanisch und dem Meer von englischen Fachbegriffen, die bisweilen selbst für Experten schwer zu verstehen sind, konnten sich auch Besucher aus dem tiefen Süden der Bundesrepublik an etlichen Ständen in Hannover heimisch fühlen. Zahlreiche Aussteller aus dem süddeutschen Raum verwöhnten ihre Kunden und Geschäftspartner mit Weizenbier und Weißwürsten und ab und an war auf dem Hannoveraner Messegelände auch der Allgäuer Zungenschlag zu hören. Zum Beispiel bei den Ständen, an denen Mitarbeiter der Waltenhofener Firma 'Scaltel' tätig waren. Das Unternehmen mit 60 Mitarbeitern ist unter anderem gefragt, wenn Computer oder Telefone zweier Gebäude einer Firma mittels Funkwellen so vernetzt werden sollen, dass große Datenmengen übertragen werden können. Die Antennen und Geräte bezieht die Allgäuer Firma dabei von einem kanadischen und einem US-amerikanischen Unternehmen, an deren beiden Ce BIT-Ständen bereits seit einigen Jahren 'Scaltel'-Mitarbeiter vertreten sind. 'Die Ce BIT ist eine wahnsinnig internationale Messe. Wir haben in den vergangenen Tagen bestimmt mit 50 Nationen zu tun gehabt', so Christoph Brakland, 'Sales Director' (Vertriebsleiter) des Unternehmens. Insgesamt habe es heuer wieder viele und auch viele positive Geschäftskontakte auf der Messe gegeben.

'Besser als in den letzten Jahren' Nicht ganz so optimistisch beurteilte man am Stand der Kemptener Firma 'Soloplan' die derzeitige Lage. Das Unternehmen entwickelt mit 37 Mitarbeitern spezielle Computer-Programme (Software) für Speditionen aller Größen und machte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,7 Millionen Euro. 'Soloplan' präsentierte sich an einem Flachbildschirm-bestückten Pult auf dem ausladenden Stand des deutschen Software-Riesen 'SAP'. Denn als diesjährige Neuigkeit stellte das Unternehmen ein Programm vor, das es ermöglicht, die 'Soloplan'-Software mit den weit verbreiteten Buchhaltungs- und Firmenprogrammen von 'SAP' zu kombinieren. Die deutschen Speditionen hätten es im internationalen Vergleich zunehmend schwerer und seien deshalb auch beim Einkauf von Computer-Programmen immer sparsamer, berichtet Martin Glöckner, Assistent der Geschäftsleitung. Dennoch sei das 'Feedback', also der Anklang des Messeauftrittes heuer 'auf jeden Fall besser als im letzen Jahr' gewesen. Aus einem Pult mit Computer bestand auch die Vertretung von 'Tendi Deutschland' auf der Ce BIT. Bescheiden wirkte der Auftritt des bundesweit tätigen Unternehmens mit Firmensitz in Pfronten dennoch nicht. Denn 'Tendi' war wie viele andere kleinere Partner von 'Microsoft' auf dem riesigen Stand des Branchen-Giganten vertreten. 'Tendi' (gut 100 Mitarbeiter und 85 Millionen Euro Umsatz) versorgt seine Kunden aller Größen mit Computern, Software, Schulungen, Wartungsservice und kümmert sich speziell um die Erfassung und Verwaltung von Software-Lizenzen. Am Stand zeigte man sich mit der Ce BIT 2004 zufrieden. Mitarbeiter Thomas Buchholz: 'Wir sind wirklich positiv überrascht und ich denke, dass das auch auf einen positiven Trend in der Branche hinweist.'

Gezielt neue Kunden gewinnen Ihre ganze umfangreiche Palette von Etikettier-Maschinen und -Druckern, Strichcode-Lesegeräten sowie Etiketten in ganz verschiedenen Formaten und Farben hatte die Firma 'Etisys' an ihrem stattlichen Stand in der Halle 17 aufgebaut. Das Unternehmen mit Sitz im Ostallgäuer Roßhaupten bietet komplette Etikettierlösungen an. Seit mehreren Jahren ist die Firma, die knapp 20 Mitarbeiter beschäftigt, auf der Ce BIT vertreten. Bei dem Auftritt gehe es gezielt darum, neue Kunden zu gewinnen. Angesichts der hohen Kosten und des immensen Aufwandes, die ein Messestand mit sich bringt, 'kann es sich heute kaum einer mehr leisten, einfach nur da zu sein', glaubt Mitarbeiter Thomas Wirkotsch.

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