Vancouver
Allgäuer Sportler schwärmen von Eröffnungsfeier

2Bilder

Sie gehörten nicht nur zu den knapp 60 000 glücklichen Menschen, die im Stadion BC Place in Vancouver live dabei sein durften, nein, die ganze Welt blickte auf die Athleten der 21. Olympischen Winterspiele. Einer ersten Schätzung zufolge saßen bei der Eröffnungsfeier in der Nacht zum Samstag über zwei Milliarden Menschen weltweit vor den Fernsehschirmen.

 Beim Einmarsch der Nationen war auch ein Großteil der Starter aus dem Allgäu mit dabei. Unser Olympia-Reporter Thomas Weiß hat sich nach der dreistündigen Show mit einigen von ihnen unterhalten.

Hanna Kolb (18/ Langläuferin vom TSV Buchenberg): 'Ich bin echt baff. Es war ein Riesenerlebnis, das unvergesslich bleiben wird. Der technische Aufwand, die Bühnenshow, das war schon der Hammer. Manchmal bin ich aus dem Staunen echt nicht mehr rausgekommen. Und dass beim Einmarsch alle auf einen schauen, das macht einen in dem Moment schon richtig stolz. Wir sind zwar ewig im Bus gesessen, um hierherzukommen, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.'

Nicole Fessel (26/Langläuferin vom SC Oberstdorf): 'Ja es war absolut richtig, sich das anzuschauen. Ich würde es sofort wieder machen. Vor allem, weil man bei so einer Eröffnungsfeier das olympische Flair erst so richtig mitbekommt. Die Showelemente waren das Beste, was ich je gesehen habe. Als wir ins Stadion gelaufen sind, war das echt bewegend. Hanna und mir war es fast zu kurz. Wir wären am liebsten noch eine Ehrenrunde gelaufen.'

Oliver Axnick (39/Curling-Bundestrainer, Füssen): 'Das war schon eine sehr stimmungsvolle Feier, die sich sicher in meinem Gedächtnis festbeißen wird. Mit welch gigantischen Effekten die Kanadier ihre eigene Geschichte erzählt haben, hat mich am meisten fasziniert. Als wir ins Stadion gelaufen sind, hab ich mir gedacht: wow, jetzt schaut irgendwie die ganze Welt auf dich. Das ist schon ein kribbelndes Gefühl, Deutschland vertreten zu dürfen. Beeindruckend fand ich, dass wir Curler diese tollen Momente in der Gemeinschaft erlebt haben.'

Andi Lang (30/Curling CC Füssen): 'Ja, das war der Höhepunkt meiner bisherigen Karriere. Daniel Herberg und ich sind in der dritten Reihe gelaufen, gleich hinter André Lange. Das lässt einen nicht kalt. Bevor wir einmarschiert sind, war die Stimmung aber schon ein bisschen getrübt. Der Unfall des Georgiers hat vor allem die deutschen Rodler absolut geschockt. Ich fand es gut, wie man die Balance gefunden hat, zum einen fröhlich zu feiern, zum anderen aber dieses tragische Unglück zu berücksichtigen.'

Carolin Otterbein (30/Betreuerin bei den Skispringern aus Blaichach): 'Ich war ja schon bei einigen Eröffnungsfeiern von Weltmeisterschaften. Aber so was wie hier habe ich noch nie erlebt. Das war Gänsehaut pur. So viele Emotionen, so viel Euphorie, da merkt man erst mal, was der Sport für eine unglaubliche Kraft hat. Für mich ist echt ein Lebenstraum in Erfüllung gegangen.'

Selina Jörg (22/Snowboarderin vom SC Sonthofen): 'Meine Güte war ich erleichtert, dass ich es überhaupt noch geschafft habe. Unser Flieger ist mit einem Tag Verspätung in Vancouver angekommen, und wir sind mit wehenden Fahnen ins Stadion gekommen. Dafür sind wir voll entschädigt worden. Dass ein Snowboarder am Anfang durch die olympischen Ringe in die Halle sprang, war gigantisch. Gut, dass ich alles auf meiner Videokamera festgehalten habe. Jetzt kann’s losgehen.'

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018