200 Helfer sorgen sich um 650 Schulsportler

Nesselwang(rea). - Mit der offiziellen Eröffnungsfeier beginnt heute, Montag, in Nesselwang das Bundesfinale 'Jugend trainiert für Olympia' im Ski-Langlauf und im Judo. Bis Freitag, 5. März, sind die Betten im Markt ausgebucht und sorgen rund 650 Schüler für Action in der Loipe und auf den Matten. Sie sorgen dafür, dass gut und gerne 200 Nesselwanger eine Woche Urlaub nehmen, Tee ausschenken, Zeiten nehmen, Hallen umbauen und einfach nur dafür sorgen, dass es den Sportstars von morgen aus 15 Bundesländern gut geht.

Skiklub trägt die Hauptarbeit Kampferprobt von einigen Bundesfinals und noch mehr Landesentscheiden führt Nesselwangs Hauptamtsleiter Klaus Spieß Regie über diese logistischen Großkampftage. Die Hauptarbeit liegt bei den Mitgliedern des Ski-Klubs Nesselwang um dessen Vorsitzenden Karl Schmid. Mit seinem Vize Franz Keller (Namensvetter des Nesselwanger Olympiasiegers 1968 in der Nordischen Kombination) bereitete sich Schmid seit Wochen intensiv auf diese fünf Tage vor: Helfer-Besprechungen und diverse Sitzungen im Organisationskomitee standen auf dem Programm. Vertreter des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) waren zu Besuch, Vertreter des bayerischen Kultusministeriums ebenso. Die Sponsoren schauten, wohin die 6000 Müsli-Riegel geliefert werden und wie das Internet-Café im Pfarrheim St. Andreas aussehen könnte. Denn auch die Geistlichkeit steht hinterm Bundesfinale, ebenso wie natürlich die Nesselwanger Schule. Rektor Dr. Otto Randel und Konrektorin Antje Brandl führten ein neues Unterrichtsfach ein, wie übrigens schon im Jahr 2000: das 'Nesselwang Kaleidoskop', das den jungen Gästen aus dem Rest der Republik bayerische, Allgäuer und vor allem Nesselwanger Lebensarten näher bringen soll. Wobei das - so die Erfahrungen der Hoteliers und Vermieter gar nicht so einfach ist. Denn Schleswig-Holsteiner Mägen sind recht empfindlich auf Leberkäs' und Weißwürste. So werden die Köche des Marktes wohl eher die üblichen 'Sportler-Mahlzeiten' wie Spaghetti, Gemüse und Salat servieren. Apropos Sport. Der steht trotz allem Drumherum im Mittelpunkt beim Bundesfinale. Das Hauptaugenmerk richtet sich dabei auf die Langlauf-Mädchenmannschaft des Allgäu-Gymnasiums Kempten. Denn das ist das einzige Allgäuer Team in den Loipen. Am Mittwoch, 3. März, um 9 Uhr startet die Einzelkonkurrenz, am Donnerstag um 9 Uhr finden die Staffeln statt. Die bayerische Konkurrenz der Kemptener Schülerinnen kommt aus Zwiesel. Bei den Buben vertreten die Realschulen Marquartstein und Garmisch die bayerischen Farben. Die anderen Bundesländer sollte man jedoch nicht unterschätzen. Brandenburg, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern sind nicht vertreten. Doch vor allem die Baden-Württemberger aus dem Schwarzwald und aus Isny und auch die Sachsen von den Sport-Eliteschulen Oberwiesenthal und Klingenthal wollenb in der Loipe ein Wörtchen mitreden.

Keine Allgäuer Judo-Teams Weit weniger populär - zumindest im Allgäu - ist Judo. Dafür gibt es aber vor allem in den Schulen im Nordwesten der Republik und in den neuen Bundesländern wahre Kaderschmieden. In dieser Sportart glänzen nur zwei Bundesländer durch Abwesenheit: Hamburg und Schleswig-Holstein. Aus Bayern treten hier die Mädchen des Kepler-Gymnasiums Weiden und die Buben des Isar-Gymnasiums München an. In der Alpspitzhalle in Nesselwang beginnt das Judo-Turnier am Dienstag mit den Pool-Kämpfen.

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