20 Liter Freibier bei Verzicht auf Sekt

Rettenberg(bb). - Sektempfang ohne Sekt: Mit einer prickelnden Idee ist Herbert Zötler junior, Chef der Zötler-Brauerei in Rettenberg (Oberallgäu) an alle Allgäuer Bürgermeister herangetreten. Der Brauer bietet den Städten und Gemeinden für jeden offiziellen Empfang 20 Liter Freibier an. Einzige Bedingung: auf dem Empfang darf es keinen Sekt geben! Denn, so Zötler: 'Wir Allgäuer sollten stolz auf unsere ausgezeichneten Bierspezialitäten sein und dies auch demonstrieren.' 'Wir möchten Ihnen und Ihrer Gemeinde für das Jahr 2004 folgendes Angebot unterbreiten', heißt es in einem Brief an die Rathaus-Bosse. 'Für alle öffentlichen Veranstaltungen und Empfänge der Gemeinde stellt Ihnen die Privat-Brauerei Zötler jeweils 20 Liter frisches Zötler Privat-Pils (in Fass oder Flasche) inklusive Leihgläser ohne Berechnung zur Verfügung.' Gekoppelt ist dieses Gratis-Angebot an die Bedingung, neben dem Zötler-Freibier dürfe es keinen Sekt geben. Was steckt hinter dieser Offerte? 'Ich bekomm' vom Sekt immer Sodbrennen', nennt Herbert Zötler gegenüber unserer Zeitung einen persönlichen Grund. Dagegen seien die Allgäuer Bierspezialitäten viel bekömmlicher: 'Unter Gesundheitsaspekten mit das Beste, was wir bieten können.

' In der Hauptsache geht es Zötler aber natürlich bei dem schäumenden Angebot um einen Marketing-Gag. 'Wir bleiben dadurch im Gespräch'. Und außerdem sei seine Idee auch gesund für die kränkelnden Gemeinde-Haushalte. Erste positive Resonanzen konnte Zötler bereits verbuchen. So hätten einige Bürgermeister ihm gegenüber beim diesjährigen Neujahrs-Empfang der Oberallgäuer CSU in Immenstadt signalisiert, demnächst auf das Angebot zurückkommen zu wollen. Etwas abgestanden ist die Idee freilich schon. Bereits vor ein paar Jahren ging Zötler mit diesem Angebot rathausieren. 'Da haben wir auch zugegriffen', sagt Haldenwangs Bürgermeister Anton Klotz, zugleich Vorsitzender des Oberallgäuer Gemeindetages. Ob die Freibier-Aktion zu einer Inflation von öffentlichen Empfängen geführt habe? Diese Frage verneint Klotz. 'Wegen 20 Liter Freibier machen wir keinen Extra-Empfang', spricht er auch für seine Kollegen in den anderen Allgäuer Rathäusern. Er kann sich aber vorstellen, dass die jetzt aufgewärmte Bier-Idee 'gerne angenommen wird'.

Das könnte Sie auch interessieren

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
Powered by Gogol Publishing 2002-2018