Oberstaufen
Schneechaos auf den Straßen rund um Oberstaufen

Der Winter hat uns in Oberstaufen seit gestern fest im Griff. So verwundert es auch nicht, dass es, wie jedes Jahr zu Beginn der 'weißen Zeit', auf den regionalen und überregionalen Straßen rund um unsere Marktgemeinde zu zum Teil chaotische Verhältnissen kam. Insbesondere auf der B 308 hieß es am gestrigen Vormittag stundenlang 'nichts geht mehr!'

Auslöser waren mehrere Lkws, welche sich an dem östlichen und westlichen Anstieg zum Paradies aufgrund der winterglatten Fahrbahnen festgefahren hatten. Der Grund hierfür war in fast allen Fällen die schlechte Winterausrüstung. Mangelware waren Schneeketten, die in teilweise stundenlanger Anfahrt erst nachgeliefert wurden.

Insgesamt musste die Strecke 4 Stunden ganz oder teilweise für den Verkehr gesperrt werden, um so eine gefahrlose Bergung zu gewährleisten. Geschätzte 10 - 15 Brummis mussten von den ständig im Einsatz gewesenen Räumfahrzeugen bzw. von privaten Hilfeleistern wieder flott gemacht werden.

Ebenso bereitete der Anstieg der B308 im Bereich der sog. 'Hündlekurve' bereits einigen Gespannen Schwierigkeiten. Dort entstand zeitweise ein weiterer polizeilicher Brennpunkt, als sich hier ebenfalls 3 - 4 Lkws festgefahren hatten. Auch diese konnten, teilweise erst nach Stunden, wieder in Gang gebracht werden.

Gleichfalls waren die regionalen Straßen im Ortsgebiet Oberstaufen sowie in den Ortsteilen vom Verkehrschaos betroffen. Jedoch durch den unermüdlichen Einsatz der Räum- und Streufahrzeuge konnte egg. 14.00 Uhr die Situation auf allen Straßen deutlich entschärft werden.

Erfreulich zu berichten ist, dass sich aufgrund des gestrigen Wintereinbruchs im Zuständigkeitsbereich der Polizei Oberstaufen lediglich ein Verkehrsunfall ereignete, bei dem glücklicher Weise nur Blechschaden entstand. Eine 20jährigen Autofahrerin kam bei Wiedemannsdorf anlässlich eines Ausweichmanövers bei winterglatter Fahrbahn nach rechts von der Straße ab und prallte gegen ein Brückengeländer. Es entstand ein Sachschaden von geschätzten 3.000 Euro.

Zum Abschluss meines Presseberichtes möchte ich nochmals auf eine wichtige gesetzliche Regelung hinweisen. Bereits seit mehreren Jahren schreibt der Gesetzgeber vor, dass Fahrzeuge (Lkw und Pkw) ihre Ausrüstung an die jeweiligen Wetterverhältnisse anzupassen haben. Dies heißt insbesondere, dass geeignete Reifen bei winterglatten Fahrbahnen zu verwenden sind. Als geeignet sind solche Reifen anzusehen, welche das M+S Zeichen oder eine 'Schneeflocke' aufweisen sowie eine gewisse Mindestprofiltiefe (Empfehlung: 4 mm - hier muss jedoch der jeweilige Einzelfall beurteilt werden) haben.

Diese Vorschrift ist bußgeldbewährt und zieht im Falle einer Behinderung, Gefährdung oder gar Schädigung anderer Verkehrsteilnehmer ein empfindliches Bußgeld sowie 'Punkte in Flensburg' nach sich.

Die o.g. Regelung beinhaltet aber auch die Pflicht, bei plötzlich entstehenden winterlichen Straßenverhältnissen und unzureichender Winterausrüstung auf die Teilnahme am Straßenverkehr zu verzichten.

Das Nachkommen dieser Pflicht hätte rückblickend auf den gestrigen Tag ein Wesentliches dazu beigetragen, die eingetretenen chaotischen Verhältnisse zur vermeiden.

und im Allgäu insgesamt

Als Ergänzung zum Bericht der PST Oberstaufen darf hinzugefügt werden, dass im gesamten Allgäu, in Lagen ab ca. 700 m, liegengebliebene, querstehende LKW und Gespanne zu Verkehrsbehinderungen führten. Hier sind der obigen Abschlussbemerkung nichts hinzuzufügen.

Neben den Unfällen im Bereich Börwang und dem Unterallgäu kam es vermehrt zu Rutschunfällen, die aber zumeist nur mit Blechschäden bzw. ohne Fremdschäden (nur verlassen der Fahrbahn) abgingen.

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