Buchloe
Zweimaliges Rangieren ist zumutbar

Was zuvor offensichtlich bereits unter Nachbarn kontrovers diskutiert worden war, sorgte nun auch im Buchloer Bauausschuss für eine muntere Debatte: Ein Anlieger der Robert-Bosch-Straße in Buchloe hatte bemängelt, dass ihm das Ein- und Ausfahren in sein Grundstück aufgrund der «zugeparkten Straße» kaum mehr möglich sei.

Der Bauausschuss sah sich die Situation deshalb genau an und kam zu dem Schluss: Es gibt dutzende ähnlicher Situationen in der Stadt. «Der Bürger hat das Recht, sich mit Beschwerden an uns zu wenden, Aber wenn wir hier eingreifen, zieht das eine Kettenreaktion nach sich», mahnte Bürgermeister Josef Schweinberger.

Dass es an besagter Stelle wirklich eng zugeht, davon konnten sich alle Stadträte bei dem Ortstermin überzeugen. 4,90 Meter misst die Straße in der Breite, stellte Hans Simnacher von der Polizeiinspektion mithilfe seines Maßbandes fest.

Es sei dem Anlieger jedoch auch zumutbar, «bis zu zweimal zu rangieren, um auf sein Grundstück zu gelangen». Simnacher zitierte damit ein relativ aktuelles Gerichtsurteil des Oberverwaltungsgerichts in Koblenz. Möglich sei es zudem, so der Polizist, auf der Straße eine so genannte «Ziehharmonika» aufzumalen, die das Parken an bestimmten Stellen untersagt. Dies gefiel vor allem Amely Beutlrock (UBI): «Da spricht doch nichts dagegen. Dann hat der Anwohner das Gefühl: Die tun was.»

Auch Hubert Heider (CSU) mochte diesen Vorschlag. Er räumte jedoch ein: «Der Anlieger hat es als Eigentümer selbst in der Hand, die Situation zu ändern und die Einfahrt auf die Ostseite zu verlegen.» Auch Herbert Barthelmes (CSU) sah dies so: «Durch eine Veränderung der Einfahrt würde die Situation optimiert. Es stellt sich doch die Frage, welches Fass machen wir auf, wenn wir als Stadt hier eingreifen.»

Franz Lang (parteilos) war die ganze Diskussion schlichtweg zu viel: «Es ist schade um die Zeit, die wir mit solchen Dingen verbringen. Das könnte doch auch die Verwaltung klären.»

Bürgermeister Schweinberger appellierte letztlich an die Anlieger, «das Problem gutnachbarschaftlich zu lösen». Dem schloss sich am Ende die große Mehrheit des Bauausschusses an.

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