Memmingen
Zwei Tore in acht Sekunden

Zählen Sie doch mal ganz entspannt auf acht. Das ist keine besonders lange Zeitspanne, nicht wahr? Man atmet währenddessen ein paar Mal ein und aus. Mehr ist das nicht. Normalerweise. Dem Eishockey-Bayernligisten EHC Bayreuth jedoch genügten am Freitagabend am Hühnerberg diese schier unglaublichen acht Sekunden, um in der 26. Spielminute zwei Tore zu erzielen. Und das reichte dann auch schon: Die «Tigers» schlugen die Memminger Indians mit 2:1 (0:0; 2:1; 0:0). Und das, obwohl der ECDC die Partie über weite Strecken dominiert und auch zahlreiche hochkarätige Torchancen erarbeitet hatte.

Schon vor dem Spiel am Sonntagabend in Peißenberg (Ergebnis im überregionalen Sportteil der heutigen Ausgabe) war nach der frustrierenden Heimpleite gegen den Aufsteiger klar: Die Saisonphase «Wolke sieben», in der die Indians kurzzeitig bis auf Platz zwei geklettert waren, ist endgültig vorbei.

Alles andere als einfach

Der ECDC kann nach zwei Dritteln der laufenden Saison schon froh sein, wenn er in den restlichen zehn Partien noch in die Play-off-Ränge, also unter die ersten Acht, rutscht. Das wird alles andere als einfach: Zum einen haben zahlreiche Konkurrenten der Indians noch Nachholspiele zu absolvieren, in denen sie zusätzliche wertvolle Punkte sammeln können.

Zum anderen hat der ECDC nur noch zwei vermeintlich leichtere Gegner, das sind der angeschlagene Vorletzte aus Dingolfing und der abgeschlagene Letzte aus Pfronten. Ansonsten: Nur noch dicke Brocken, acht an der Zahl.

Dass die Rot-Weißen dabei noch sechs Heim- und nur vier Auswärtsspiele haben, muss nicht unbedingt von Vorteil sein: Denn bei den jüngsten fünf Auftritten in eigener Halle schlichen die ersatzgeschwächten und vom Verletzungspech gebeutelten Indianer vom Hühnerberg viermal als Verlierer vom Eis.

In der Verfassung vom Freitag jedenfalls werden die Micheller-Schützlinge die harten Nüsse, die auf sie warten, auf keinen Fall knacken, sondern sich daran die Zähne ausbeißen.

Denn bei mehreren Leistungsträgern fragt man sich derzeit nach dem Spiel: Waren die überhaupt auf dem Eis? Dazu kommt ein saft-, kraft- und ideenloses Überzahlspiel, selbst in 5-3-Situationen. Verunsicherung trifft dabei auf Unvermögen.

Abgesehen vom aufregenden 6:5 gegen Höchstadt vor gut einer Woche herrschte im Sturm zuletzt meist Flaute. Und die, die für frischen Wind hätten sorgen können, standen verletzt an der Bande und schauten zu: Martin Löhle und Daniel Pfeiffer. Und so war es gegen Bayreuth «Ballermann» Robert Balzarek, der als Verteidiger mit einem schnörkellosen Schlagschuss für den einzigen ECDC-Treffer sorgte.

Noch können die Indians aus eigener Kraft die Play-offs erreichen - noch. Den dafür nötigen Kampf- und Teamgeist bringen sie nach wie vor mit aufs Eis. Und eventuell liegt auch noch der eine oder andere starke Neuzugang auf dem weihnachtlichen Gabentisch

Das nächste Spiel Am Sonntag, 27. Dezember, empfangen die Indians ab 18.30 Uhr den EV Dingolfing.

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